Kindheitstrauma durch Freddy Krueger: Für Monica Keena war es 'befreiend', ihn selbst zu töten

Monica Keena hat einen ganz persönlichen Grund, warum ihr das Ende von 'Freddy vs. Jason' besonders viel bedeutete.

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Kindheitstrauma durch Freddy Krueger: Für Monica Keena war es 'befreiend', ihn selbst zu töten
Foto: BANG Media International / Avalon

Monica Keena hat einen ganz persönlichen Grund, warum ihr das Ende von 'Freddy vs. Jason' besonders viel bedeutete.

Die heute 47-Jährige durfte darin Freddy Krueger zur Strecke bringen – genau jene Horrorfigur, die sie als Kind so sehr verängstigt hatte, dass ihre Mutter mit ihr zum Arzt gehen musste. Keena spielte in dem Horrorfilm von 2003 die Teenagerin Lori Campbell, die Robert Englunds Freddy Krueger schließlich mit Hilfe von Jason Voorhees, gespielt von Ken Kirzinger, ausschaltet. Für die Schauspielerin hatte die Szene eine besondere Bedeutung, denn der ursprüngliche 'A Nightmare on Elm Street' von 1984 hatte bei ihr als Kind tiefe Spuren hinterlassen.

"Der erste Horrorfilm, den ich als Kind gesehen habe, war 'Nightmare on Elm Street', und er hat mich wirklich traumatisiert", erinnerte sich Keena im Gespräch mit 'Nerd Reactor'. Sie sei damals erst in der zweiten Klasse gewesen. "Ich meine, er hat meine Kindheit ruiniert."

Die Angst vor Freddy Krueger nahm derart große Ausmaße an, dass Keena stark an Gewicht verlor. Ihre Lehrer vermuteten deshalb sogar Probleme in ihrem Elternhaus. Schließlich brachte ihre Mutter sie zu einem Kinderarzt. Doch selbst ihm wollte Keena zunächst nicht erklären, was sie belastete. "Sie werden das nicht verstehen. Sie werden mir nicht glauben, weil er sich Erwachsenen nicht zeigt", habe sie dem Arzt gesagt. Erst anschließend verriet sie ihm: "Da ist dieser Typ, und er heißt Freddy Krueger." Ihre Mutter versuchte daraufhin, ihr zu zeigen, dass Freddy lediglich eine Filmfigur war. Sie ging zur 'Brooklyn Public Library', besorgte einen Zeitungsausschnitt mit Robert Englund und erklärte ihrer Tochter: "Er ist im echten Leben ein ganz normaler Mensch, er ist nicht Freddy Krueger."

Ausgerechnet diese Erfahrung weckte später Keenas Interesse an der Schauspielerei. Als Kind habe sie sich vorgenommen: "Wenn ich groß bin, werde ich Schauspielerin, und ich werde niemals Filme machen, die kleinen Kindern Angst machen." Bekanntlich kam es anders. Keena landete selbst im Horror-Genre – und schließlich sogar in einem Film mit Freddy Krueger. Im Rückblick sieht sie darin eine gewisse Ironie, aber auch einen persönlichen Abschluss ihrer Kindheitsangst. "Es war dann wirklich befreiend, weil ich ihn töten durfte", sagte sie. "Endlich durfte ich ihn töten."

Während inzwischen an einem Reboot von 'A Nightmare on Elm Street' gearbeitet wird, hat Robert Englund eine erneute Rückkehr als Freddy Krueger in einem Realfilm praktisch ausgeschlossen. Der mittlerweile 79-Jährige sieht sich den körperlichen Anforderungen der Rolle nicht mehr gewachsen. "Vielleicht könnte man irgendeinen Trick mit einer Nahaufnahme oder so machen, aber nein, ich kann ihn nicht mehr spielen. Ich bin zu alt", sagte Englund gegenüber 'Bloody Disgusting'. Sein deutliches Fazit: "In mir steckt kein Freddy mehr."

Ganz verabschiedet hat er sich von der Figur allerdings nicht. Eine Rückkehr als Sprecher könnte er sich durchaus vorstellen. "Ich könnte vielleicht einer wirklich hochwertigen animierten Version meine Stimme leihen", erklärte Englund. Bei einem Realfilm wären dagegen vor allem die Kampfszenen ein Problem. Mehrere Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven seien für ihn körperlich kaum noch zu bewältigen. "Ich kann einfach nicht mehr meinen Kopf ruckartig herumreißen oder solche Sachen machen", scherzte er. "Ich bin ein alter Hund! Gebt mir eine Pause."