Kneecap klagt gegen kanadischen Abgeordneten – Was steckt dahinter?

Kneecap – British Independent Film Awards 2024 – Justin Ng/Avalon
Kneecap, die irische Band, hat rechtliche Schritte gegen den kanadischen Parlamentsabgeordneten Vince Gasparro eingeleitet. Der Grund für diese juristische Auseinandersetzung? Gasparro hatte die Gruppe heftig kritisiert und ihnen unterstellt, sie würden „gefährliche Befürwortung von Gewalt und Hass“ unterstützen. Die Band, die im Oktober in Toronto und Vancouver auftreten sollte, erhielt Einreiseverbot und wurde beschuldigt, politische Gewalt zu schüren sowie Terrorgruppen wie die Hisbollah und Hamas zu unterstützen. Gasparro, der als Parlamentarischer Sekretär für die Bekämpfung von Kriminalität agiert, erklärte auf X, dass die Bandmitglieder ab sofort als nicht einreiseberechtigt nach Kanada gelten.
Neueste Entwicklungen
In dieser Woche sind neue Informationen aufgetaucht: Das Büro von Premierminister Mark Carney war laut neuer Dokumente nicht in die Entscheidung involviert. Daraufhin meldete sich Kneecap auf Instagram zu Wort und richtete eine klare Botschaft an Vince Gasparro: „Im September hast du falsche und böswillige Aussagen über uns gemacht, und jetzt stellt sich heraus, dass du auch gelogen hast, als du behauptet hast, im Namen der Regierung Kanadas zu handeln.“ Die Band kündigte an, gegen die „empörenden und haltlosen Anschuldigungen“ vorzugehen. Zudem betonten sie, dass eine eventuelle finanzielle Entschädigung genutzt werden soll, um bedürftigen Kindern in Gaza zu helfen.
Zu guter Letzt haben Kneecap ihren Fans in Kanada versichert, dass sie an der Klärung der „Compliance-Probleme“ arbeiten, die ihnen von der IRCC mitgeteilt wurden. Sie können es kaum erwarten, im Jahr 2026 wieder in Kanada aufzutreten und vor ausverkauftem Publikum die Bühnen zu rocken, so wie sie es in der Vergangenheit bereits erfolgreich getan haben. „FREE PALESTINE,“ schlossen sie ihre Mitteilung.





