König Charles geht auf Herbsttour: Das hat er in der Karibik vor
König Charles reist in die Karibik und besucht drei Länder. Bei einigen seiner zahlreichen Termine wird ihn auch Königin Camilla begleiten.
König Charles (77) bricht zu seiner Herbsttour auf: Der britische Monarch wird in den kommenden Tagen drei Staaten in der Karibikregion besuchen. Auf dem Programm stehen nicht nur viele Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Der König will auch die "dunkelsten Tage" der Kolonialherrschaft und der Sklaverei ansprechen, wie ein Sprecher des Buckingham-Palasts Medienberichten zufolge Anfang Oktober erklärte.
Wie sensibel das Thema in der Region ist, zeigte sich bereits im Frühjahr 2022. Damals wurde die Karibikreise von Prinz William (44) und Prinzessin Kate (44) von Protesten gegen die britische Monarchie und Forderungen nach Entschädigungen für die Sklaverei überschattet. Auch ein geplanter Besuch von Prinz Edward (62) in Grenada wurde angesichts angekündigter Proteste abgesagt.
Das erwartet König Charles auf den Bahamas
Auch bei Charles' Reise könnte es nun zu Demonstrationen kommen. Erste Station sind am 27. Oktober die Bahamas. Der Inselstaat im Atlantik ist eines von 14 Ländern außerhalb des Vereinigten Königreichs, in denen Charles Staatsoberhaupt ist.
Bis zum 29. Oktober wird sich der Monarch dort aufhalten. Es ist sein erster Besuch auf den Bahamas seit 1973. Nach Angaben der Regierung beginnt das offizielle Programm mit einer Jugendveranstaltung im Clifford Park. Für Charles ist der Ort mit besonderen Erinnerungen verbunden: Bereits vor 53 Jahren nahm er dort als Thronfolger an den Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit der Bahamas teil.
Daneben stehen Besuche eines Naturschutzgebiets auf der Insel New Providence, eines Militärstützpunkts und eines Kulturfestivals auf dem Programm. Außerdem trifft Charles Generalgouverneurin Cynthia Pratt und Premierminister Philip Davis. Den Abschluss seines Aufenthalts bildet ein Gartenempfang.
Staatsbesuch in Guyana
Von den Bahamas geht es für Charles weiter zu einem Staatsbesuch im südamerikanischen Guyana, wo er mit Präsident Irfaan Ali zusammentrifft. Charles feiert in dem Land das 60-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zum Vereinigten Königreich. Guyana war einst eine britische Kolonie und erlangte 1966 die Unabhängigkeit, 1970 wurde es zur Republik. Charles war zuletzt im Jahr 2000 dort.
Das Programm soll laut Buckingham-Palast außerdem die führende Rolle des Landes im Bereich Umweltschutz widerspiegeln. Der König wird auch Kriegsgräber besuchen und die Seawall von Georgetown besichtigen. Der Küstenschutzwall ist ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt.
Besuch in Antigua und Barbuda
Am 1. November wird König Charles schließlich in St. John's, der Hauptstadt des Karibikstaates Antigua und Barbuda, erwartet. Dort nimmt er am Gipfeltreffen der Regierungschefs des Commonwealth teil. Charles steht dem Staatenbund vor, dem 56 unabhängige Länder angehören, die überwiegend historische Verbindungen zu Großbritannien haben.
Zu den Mitgliedsländern zählen unter anderem Kanada und Indien. Die Staats- und Regierungschefs der Länder treffen sich alle zwei Jahre, um gemeinsame Probleme anzugehen, Partnerschaften zu stärken und die Entwicklung zu fördern.
Auf diesem Abschnitt der Reise wird Charles von seiner Ehefrau, Königin Camilla (79), begleitet. Gemeinsam nehmen sie an einem Gottesdienst und einer Parade zum 45. Jahrestag der Unabhängigkeit von Antigua und Barbuda teil. Darüber hinaus stehen ein Gartenempfang sowie Termine rund um Umweltschutz und Wirtschaft auf dem Programm. Camilla wird außerdem die American University und eine örtliche Schule besuchen.
Charles war zuletzt im November 2017 nach Antigua und Barbuda gereist. Damals hatten die Hurrikane Irma und Maria dort große Schäden angerichtet.
(hub/spot)