Kool Savas: Einsame Zeit als Kind

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Isolation: So sah das Leben des kleinen Kool Savas (46) aus, und er brauchte eine lange Zeit, um sich von dem Kindheitstrauma freizumachen.

Ängste und Misstrauen

Der Rapper musste sechs Jahren mit seiner Mutter aus der Türkei fliehen, da sein Vater wegen seiner sozialistischen Haltung in Gefängnis geworfen und dort auch gefoltert wurde. Für den Rest der Familie, die nun in Aachen lebte, hatte das Konsequenzen. "In dieser Zeit habe ich Ängste und Misstrauen entwickelt", gestand der Hip-Hopper, der mit bürgerlichem Namen Savas Yurderi heißt, im Gespräch mit 'Bild'. "Meine Mutter hat mir immer gepredigt, dass ich mit niemandem darüber reden und erst recht nicht jemandem vertrauen soll. Mir hat einfach die Sicherheit gefehlt und ich habe mich nie irgendwo geborgen gefühlt." Auch sein Vater sei ein gebrochener Mensch gewesen, als er aus dem Gefängnis kam, und hätte seinem Sohn wenig Halt geben können.

Kovas Sovas fand Zuflucht in der Musik

Nach abgebrochenen Lehren war es der HipHop, der dem jungen Star die Richtung und auch die nötige Geborgenheit gab. In der eingeschworenen Szene konnte er sich zu dem entwickeln, der er heute ist. Mittlerweile hat er selbst einen Sohn und muss aufpassen, dass er seine früheren Ängste nicht auf ihn überträgt. Der Star spricht deshalb offen über seine Probleme und veröffentlichte auch sein Buch 'Kool Savas, King of Rap: Die 24 Gesetze' darüber, weil er anderen helfen will, denen es ähnlich geht. Social Media hat ihn darauf gebracht. "Da ist mir aufgefallen, dass mir unheimlich viele Leute auf Insta schreiben und oftmals fast schon Lebenstipps von mir möchten", staunte Kool Savas im Gespräch mit 'dpa'.

Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/picture-alliance/Cover Images

via Cover Media

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