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# Kyle MacLachlan fühlt sich ohne David Lynch noch immer 'verloren'
- URL: https://www.viply.de/news/kyle-maclachlan-fuhlt-sich-ohne-david-lynch-noch-immer-verloren/
- Published: 2026-09-28T12:00:00.000Z
- Updated: 2026-09-28T12:00:07.000Z
- Description: Mehr als ein Jahr nach David Lynchs Tod fällt es Kyle MacLachlan noch immer schwer, über seinen langjährigen Freund und Mentor in der Vergangenheit zu sprechen.
- Author: Redaktion
- Tags: Promi News, #bang

Mehr als ein Jahr nach David Lynchs Tod fällt es Kyle MacLachlan noch immer schwer, über seinen langjährigen Freund und Mentor in der Vergangenheit zu sprechen.

Der 67-jährige Schauspieler arbeitete über vier Jahrzehnte immer wieder mit Lynch zusammen. Ihre gemeinsame Filmografie reicht von 'Dune' und 'Blue Velvet' über 'Twin Peaks' und 'Twin Peaks: Fire Walk with Me' bis zu 'Twin Peaks: The Return'. Während MacLachlan sich auf die Veröffentlichung seiner Memoiren 'Fictional Selves' am 29\. September vorbereitet, sprach er mit 'The Sunday Times Magazine' über den Verlust des Filmemachers.

"Es war ein gewaltiger Verlust", sagte MacLachlan. "Um ehrlich zu sein, fühle ich mich ohne ihn noch immer verloren, weil er ein so einzigartiger Mensch in meinem Leben war." Lynch starb im Januar 2025 im Alter von 78 Jahren. Zuvor hatte er öffentlich gemacht, an einem Lungenemphysem erkrankt zu sein. MacLachlan erinnert sich besonders liebevoll an Lynchs unverwechselbare Art und dessen eigenwilligen Humor. Wenn er den Regisseur besucht habe, sei er regelmäßig mit einem "Hey, Kale, wie geht's dir, Kumpel?" begrüßt worden. Lynch habe seinen Vornamen dabei wie das englische Wort für Grünkohl ausgesprochen. "Er ist der liebenswerteste Mensch", sagte MacLachlan – und korrigierte sich anschließend nachdenklich: "War der liebenswerteste?"

Über die Frage, wie sein Leben ohne Lynch verlaufen wäre, möchte der Schauspieler lieber nicht allzu lange nachdenken. "Es ist zu deprimierend", erklärte er. Sicher sei für ihn nur: Seine Karriere hätte einen völlig anderen Weg genommen. David hat für mich alles verändert."

Ihre Zusammenarbeit begann mit einem großen Risiko. Lynch besetzte den damals weitgehend unbekannten MacLachlan als Paul Atreides in seiner 1984 erschienenen Verfilmung von Frank Herberts 'Dune'. Der Film blieb kommerziell hinter den Erwartungen zurück, und MacLachlan hatte anschließend zunächst Schwierigkeiten, große Rollen zu bekommen. Lynch hielt jedoch an ihm fest und besetzte ihn neben Isabella Rossellini und Laura Dern in 'Blue Velvet'.

MacLachlan glaubt, dass die gemeinsame Herkunft aus dem pazifischen Nordwesten der USA früh eine Verbindung zwischen ihm und Lynch geschaffen habe. "David kannte die Dunkelheit und Dichte der Wälder", erklärte er. Beide hätten dieses besondere Gefühl gekannt, dass sich "im Nebel und im Moos alles Mögliche verbergen kann". Auch seine Funktion in Lynchs oftmals surrealen Geschichten beschreibt MacLachlan mit einem ungewöhnlichen Bild: "Ich war wie sein Mars-Rover." Lynch habe ihn in die seltsamen Welten geschickt, die er erschuf. Weil MacLachlan dabei wie ein gewöhnlicher "Junge aus Yakima im Bundesstaat Washington" gewirkt habe, habe sich das Publikum offenbar sicher genug gefühlt, ihm dorthin zu folgen. "David ist für mich mehr als ein Mentor", sagte er – bevor er sich erneut korrigierte: "War mehr als ein Mentor."