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Kylie Minogue: „Ich glaube immer noch an die Liebe“

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Pop-Star Kylie Minogue (49) hat mit ihrem neuen Album „Golden“ ihren Sound durchaus drastisch geändert und Country-Musik in ihre Songs einfließen lassen. Was ihr bevorstehender 50. Geburtstag mit der musikalischen Neuausrichtung zu tun hat und welchen Einfluss ihre geplatzte Hochzeit auf das Album hatte, erzählt sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Frau Minouge, Sie haben nun schon einige kleinere Konzerte mit den Songs Ihres neuen Albums gespielt. Wie fügt sich der neue Sound in das alte Material ein?

Kylie Minogue: Wirklich gut! Bevor wir die Songs live gespielt haben, habe ich mir große Gedanken gemacht, ob die Leute den neuen Sound mögen. Aber als wir die Songs dann mit der Band geprobt haben, war ich hellauf begeistert. Das neue Material wird unserem Set auf der Tour einen ganz frischen Vibe geben.

Neulich waren Sie für ein kleines Konzert zu Gast im berühmt berüchtigten Club Berghain in Berlin. Wie hat es Ihnen dort gefallen?

Minogue: Es war wirklich sehr schön. Es ist schon erstaunlich, in welchem Flüsterton die Menschen über diesen Club reden. Ich hatte eine kleine Tour durch die Räumlichkeiten vor der Show, bin aber danach nicht geblieben. Ich finde es schön, dass es noch solche Orte gibt, die eine gewisse mysteriöse Aura umgibt. Es hat mir ungeheuren Spaß gemacht, die paar Leute, die mit ihrem Handy Fotos oder Videos machen wollten, darauf aufmerksam zu machen, dass das dort nicht erlaubt ist. Das hat den Abend zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Im Mai werden Sie 50 Jahre alt. Hat diese Zahl, der oft so viel Bedeutung zugesprochen wird, Sie in irgendeiner Weise dazu bewegt Ihren Sound zu ändern?

Minogue: Das glaube ich schon. Ich habe viel darüber nachgedacht, wer ich sein will und wer ich bin. In Gesprächen mit meinem Label haben wir uns dann dazu entschieden, einfach authentisch zu bleiben. Das hat den Weg geebnet, neue Einflüsse zuzulassen und mich dazu gebracht, andere Songs schreiben zu wollen. Meine Club-Songs haben natürlich immer noch ihren Platz, aber ich kann mir heute nicht vorstellen ’nur‘ eine Disco-Platte zu veröffentlichen. Das ich dieses Jahr 50 werde, hat sicherlich dazu beigetragen, dass ich schonungslos ehrlich zu mir war.

Stört es Sie, dass gerade bei weiblichen Künstlerinnen das Alter immer in der Öffentlichkeit diskutiert wird?

Minogue: Total. Weshalb ich auch den Song ‚Golden‘ geschrieben habe. In der Mitte kommt die Textzeile ‚We’re not young, we’re not old but golden‘. Kurz gesagt: Wir können nur die sein, die wir in diesem Moment nun mal sind. Ich hatte einfach das Gefühl, noch ein weiteres Album in mir zu haben. Ich will mich eigentlich nicht ständig erklären müssen oder eine altersbezogene Frage der Industrie beantworten.

Hat auch die Trennung von Ihrem Verlobten Joshua Sasse dazu beigetragen, dass dieses Album sozusagen raus musste?

Minogue: Sicherlich auch. Die Trennung hatte großen Einfluss auf das Album. Nachdem wir uns getrennt hatten, habe ich angefangen, die Dinge klarer zu sehen. Mit etwas Abstand hat man eine viel ehrlichere Sicht auf die Dinge. Es hat mich befreit, um ehrlich zu sein. Man kann einfach nicht so tun, als ob alles in Ordnung wäre, wenn es in Wahrheit nicht so ist. Die Trennung war eine gute Gelegenheit, um zuallererst ehrlich zu mir selbst zu sein. Was ich vorher für eine ganze Zeit lang einfach nicht war.

Trotz des Herzschmerzes, den Sie auf dem Album verarbeiten, hat das Album aber einen sehr positiven Grundton.

Minogue: Die Arbeit an dem Album hat mir sehr geholfen, die Situation zu verarbeiten. Es war einfach so schön wieder im Studio zu sein und von Menschen umgeben zu sein, die alle das gleiche Ziel haben: Die beste Musik schreiben, die wir können. Das war der Startschuss um mich selbst wieder zu finden und mein Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Ich fühlte mich emotional wieder stabil und einfach großartig. Die Leute denken vielleicht, dass ich während der Aufnahmen ein kleines Häufchen Elend gewesen sein muss, aber in Wahrheit war es genau das Gegenteil davon. Ich will nicht kaltherzig klingen: Natürlich hat es eine Weile gedauert, um über die Trennung hinwegzukommen, aber während der Aufnahmen ging es mir richtig gut.

Glauben Sie noch daran, dass Sie eines Tages die große Liebe finden werden? Den einen Mann, mit dem Sie alt werden und vielleicht sogar noch eine Familie gründen?

Minogue: Natürlich glaube ich noch an die Liebe. Sie umgibt uns jeden Tag. Egal ob du gerade verliebt bist oder eben danach suchst; Liebe ist ein zu tiefst menschliches Verlangen. Aber jahrelang habe ich zum Beispiel nicht geglaubt, dass ich jemals dem entsprechen werde, was meine Eltern beispielsweise haben. Sie haben früh geheiratet, haben drei Kinder und führen eine lange und erfolgreiche Ehe. Das ist nicht notwendigerweise das Richtige für jeden. Aber wir werden sehen. Schließlich besteht immer noch die Möglichkeit, dass ich jemanden kennenlerne, der bereits eine Familie hat.

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