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Melania Trump: Ist sie die Strippenzieherin im Weißen Haus?

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Seit mehr als einem Jahr ist Melania Trump (47) bereits First Lady der Vereinigten Staaten. Doch wenn man ehrlich ist, hörte man in dieser Zeit eigentlich nicht viel von der Gattin von Präsident Donald Trump (71). In der öffentlichen Wahrnehmung positionierte sie sich als eher zurückhaltend, ohne eigene politische Meinung oder gar Agenda. Schüchtern wirkt sie zumeist, eine eher überforderte Ehefrau und Mutter, der der ganze Trubel um sie und ihre Familie viel zu viel ist. Doch ist das alles nur Fassade?

Das behauptet nun zumindest ein neues Buch über die Trumps. Der Autor Ronald Kessler (74) zeichnet in „The Trump White House: Changing the Rules of the Game“ ein völlig anderes Bild der First Lady. Die britische Zeitung „Daily Mail“ druckte nun vorab einige Passagen, die aufhorchen lassen.

Melania sei demnach die wahre Strippenzieherin hinter fast allen politischen Entscheidungen ihres Mannes. Sie sei es, die ihn als einzige noch erreiche und somit sei sie de facto der einzige echte Berater des Präsidenten. Wesentlich einflussreicher als zum Beispiel Tochter Ivanka (36) oder gar Schwiegersohn Jared Kushner (37).

Insider bestätigen die Sichtweise des Autors

Diese Sichtweise habe Kessler nicht nur aus Beobachtungen gewonnen, sondern auch durch Gespräche mit Vertrauten des Präsidenten, darunter die mittlerweile gefeuerten Stabs-Mitarbeiter Steve Bannon (64) und Sean Spicer (46), die ihm den Einfluss von Melania bestätigten. Die noch beschäftigte Beraterin Kellyanne Conway (51) sprach auf Melania angesprochen angeblich sogar von „Brillanz“ und „unglaublichen Instinkten“.

Sie sei außerdem eine der ganz wenigen unabhängigen Personen im Weißen Haus, die sich nicht von irgendwelchen Gruppierungen vereinnahmen lasse. Strikt sorgt sie dem Buch zufolge übrigens auch für eine Trennung von Privatem und Geschäftlichem. So dürfe in den Privaträumen der Trumps nichts Politisches gesprochen werden. Melania habe dies strengstens untersagt und auch in den eigenen vier Wänden den sprichwörtlichen Hut auf.

Wie glaubwürdig sind der Autor und das Buch?

In den USA regte sich allerdings bereits vor der Veröffentlichung des Buches Kritik an der Glaubwürdigkeit des Autors und damit auch an seinem Werk. So gilt Kessler seit jeher als Freund von Donald Trump. Die Lobeshymnen in dem Buch sollen sich außerdem nicht nur auf Melania beschränken, sondern auch ihren Mann in einem besonders guten Licht erstrahlen lassen.

Wie zum Beispiel die „Vanity Fair“ fast schon zynisch kommentierte, kann man sich noch nicht einmal sicher sein, ob Donald Trump nicht selbst der Autor des Buches sei. Auch frühere Werke von Kessler wurden bereits kritisiert. So schrieb das renommierte Magazin „The Week“ einst über den Autor, dass er blind irgendwelchen Quellen folge, ohne sie zu hinterfragen. Behauptungen und zweifelhafte Beobachtungen würden bei Kessler so als pure Fakten dargestellt werden.

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