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#MeToo erreicht die Mode: Models gegen Bruce Weber und Mario Testino

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Nach Hollywood erreicht die #MeToo-Bewegung nun auch die Mode-Branche. Die „New York Times“ hat nun mithilfe von Aussagen männlicher Models schwere Vorwürfe gegen die beiden Star-Fotografen Mario Testino (63) und Bruce Weber (71) erhoben. Während sich 13 Männer – Models und ehemalige Mitarbeiter – über Testinos Verhalten äußern, sind es bei Weber insgesamt 15 Aussagen.

Die Vorwürfe

Ex-Supermodel Ryan Locke (42) nannte den peruanischen Fotografen Testino, der unter anderem oft für das britische Königshaus und das Modemagazin „Vogue“ arbeitet, einen „Triebtäter“. Bei einem Fotoshooting für Gucci auf einem Bett habe der heute 63-Jährige sein Team aus dem Raum geschickt und sei zu ihm auf das Bett geklettert. Dann habe er sich auf ihn gelegt und gesagt: „Ich bin das Mädchen und du der Junge“.

Ehemalige Assistenten berichteten außerdem, dass Testino das Muster verfolgte, junge, meist heterosexuelle Männer als Assistenten einzustellen und sie zunehmend aggressiven Vorstößen zu unterziehen. „Sexuelle Belästigung war ständige Realität“, berichtet Roman Barrett, der in den späten 90ern Assistent von Testino war. Laut Barrett habe der Fotograf seine Erektion an seinem Bein gerieben und vor ihm masturbiert.

Über Weber berichtet unter anderem das Model Robyn Sinclair, dass er der Fotograf ihm die Finger in den Mund gesteckt und ihn am Gemächt gepackt habe. „Wir hatten nie Sex oder so, aber es passierten eine Menge Dinge. Viele Berührungen. Viel Missbrauch“, zitiert ihn die „New York Times“. Weitere Models berichteten von unangemessenen Atemübungen und ungewollten Aktfotoshootings.

Beide streiten die Vorwürfe ab

In Statements stritten beide Fotografen die Vorwürfe ab. „Ich bin völlig schockiert und betrübt über die empörenden Behauptungen, die gegen mich erhoben werden und die ich absolut dementiere“, ließ Bruce Weber über seinen Anwalt verlauten.

„Ich habe gemeinsame Atemübungen verwendet und während meiner Karriere Tausende von Aktmodellen professionell fotografiert, aber niemanden unangemessen berührt. Angesichts meines Lebenswerkes sind diese verdrehten und unwahren Behauptungen wirklich entmutigend. Ich fotografiere seit über 40 Jahren und habe den größten Respekt für alle, die ich fotografiert habe. Ich würde nie versuchen, irgendjemanden zu verletzen oder jemanden daran zu hindern, Erfolg zu haben – das ist einfach nicht mein Charakter“, sagte Weber in seiner Aussage gegenüber der „New York Times“.

Testinos Anwaltskanzlei schrieb als Reaktion auf den Bericht der „New York Times“, dass die Männer, die die Vorwürfe erheben, nicht als zuverlässige Quellen betrachtet werden könnten. Es handle sich dabei unter anderem um verärgerte ehemalige Angestellte. Man hätte ebenfalls mit mehreren ehemaligen Mitarbeitern gesprochen, die von den Anschuldigungen schockiert seien, sie könnten die Vorwürfe dieser Männer nicht bestätigten.

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