Millionenvermögen: So finanzieren sich die britischen Royals

Die britischen Royals verfügen über stattliche Millionenvermögen, einer soll auf dem Papier sogar Milliardär sein. Und auch Harry und Meghan kehren finanziell unabhängig nach Großbritannien zurück.

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König Charles und seine Verwandtschaft verfügen zusammen über Milliarden.
König Charles und seine Verwandtschaft verfügen zusammen über Milliarden. Foto: imago/Avalon.red / Lee Floyd / Lee Floyd - B3214 / Avalon

Sie sind für ihr Land oder den guten Zweck unterwegs - und dafür werden die Mitglieder der britischen Königsfamilie auch entlohnt. Neben staatlichen Zuwendungen für Reisen und Residenzen haben die Royals zudem stattliche Privatvermögen, auch wenn einige Schlösser und Ländereien nicht König Charles (77) und Co. persönlich, sondern der Krone gehören.

Doch der britische Monarch und seine engsten Verwandten besitzen auch privat Immobilien, Schmuck, Kunstwerke und andere Kostbarkeiten in Millionenhöhe. Laufende Kosten für genutzte Paläste, Personal, offizielle Reisen und Auftritte kommen außerdem seit 2012 aus dem sogenannten "Sovereign Grant": eine jährliche Zuwendung vom britischen Staat. Laut BBC liegt diese für das laufende Jahr bei insgesamt umgerechnet 160 Millionen Euro.

Zusätzlich zum "Sovereign Grant" beziehen König Charles und Prinz William (44) hohe Einkünfte aus Herzogtümern, die sie geerbt haben. Das Geld wird für private, offizielle und wohltätige Zwecke verwendet. Auch einige Kosten, die bei anderen arbeitenden Royals anfallen, werden daraus beglichen. So dient beispielsweise König Charles' Herzogtum Lancaster laut der offiziellen Webseite des Königshauses in erster Linie dazu, Ausgaben anderer Mitglieder der königlichen Familie zu decken.

Andere Familienmitglieder gehen finanziell dagegen längst eigene Wege. Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) etwa stehen seit ihrem Rückzug als arbeitende Royals 2020 auf eigenen Beinen. Daran soll sich auch mit ihrer nun geplanten Rückkehr nach Großbritannien nichts ändern.

Was genau die Royals pro Jahr einnehmen, ist im Detail schwer zu sagen. Einige Schätzungen gibt es aber dennoch.

König Charles

Das Vermögen von König Charles hat die "Sunday Times" auf ihrer aktuellen Liste der reichsten Briten auf 680 Millionen Pfund (etwa 793 Millionen Euro) geschätzt, 40 Millionen Pfund mehr als noch 2025. Die Einnahmen des Königs aus dem Herzogtum Lancaster, die er nach eigenem Ermessen einsetzen kann, lagen zuletzt Medienberichten zufolge bei 25,2 Millionen Pfund (etwa 29,4 Millionen Euro). Im Juni 2026 veröffentlichte Charles als erster britischer Monarch Steuerdaten. Aus diesen Informationen ging hervor, dass er seit seinem Amtsantritt als König im Jahr 2022 mehr als 30 Millionen Pfund an Steuern zahlte.

Prinz William

Als Prinz William nach der Thronbesteigung seines Vaters zum Thronfolger wurde, übernahm er damit automatisch auch das Herzogtum Cornwall. Das erwirtschaftete im Vorjahr einen Überschuss von etwa 22 Millionen Pfund (ca. 25 Millionen Euro). Wie er dieses Geld einsetzt, entscheidet er selbst. Im Mai berichtete die "Times", dass William plant, ein Fünftel des Herzogtums verkaufen zu lassen und den geschätzten Erlös von umgerechnet 580 Millionen Euro zur Finanzierung von Wohnungsbau- und Ökostromprojekten zu verwenden. Insgesamt soll William reicher als sein Vater sein - und ist laut "The Mirror" auf dem Papier inzwischen Milliardär.

Prinzessin Anne

König Charles' Schwester Prinzessin Anne (76) gilt als das fleißigste Mitglied der Familie mit den meisten Terminen pro Jahr. Sie erhielt bisher angeblich schätzungsweise 16,6 Millionen Pfund (rund 19 Millionen Euro) aus den öffentlichen Geldern, über die sie unter anderem offizielle Reisen und Personal bezahlt. Sie ist seit 1971 für das Königshaus im Einsatz. Ihr Privatvermögen soll laut Medienberichten zwischen 10 und 30 Millionen Pfund liegen.

Prinz Edward, Herzog von Edinburgh

Prinz Edward (62), der Bruder von Prinzessin Anne und König Charles, ist seit vielen Jahren im Auftrag der Krone unterwegs und hat laut "Guardian"-Schätzungen aus dem Jahr 2023 dafür 6,5 Millionen Pfund (etwa 7,6 Millionen Euro) unter anderem aus dem "Sovereign Grant" erhalten, um seine beruflichen Ausgaben zu decken. Sein Privatvermögen wird auf etwa 8 Millionen Pfund geschätzt.

Prinz Edward, Herzog von Kent

Prinz Edward (90), der Herzog von Kent, ist ein Cousin der verstorbenen Queen Elizabeth II. (1926-2022) und steht bereits seit den 1960er Jahren im Dienst des Königshauses. Zur Deckung seiner Ausgaben als arbeitendes Mitglied der königlichen Familie erhielt er in der gesamten Zeit Zuwendungen aus dem "Sovereign Grant" bzw. aus vorherigen Finanzierungstöpfen. Der Untersuchung des "Guardian" aus dem Jahr 2023 zufolge beliefen sich Edwards offizielle Bezüge auf eine geschätzte Gesamtsumme von 18 Millionen Pfund (circa 21 Millionen Euro). Sein Privatvermögen soll sich auf angeblich 10 Millionen Pfund belaufen.

Andrew Mountbatten-Windsor

Andrew Mountbatten-Windsor (66), ehemals Prinz Andrew, erhielt nach Schätzungen des "Guardian" zwischen 1978 und 2019 offizielle Zahlungen in Höhe von etwa 13 Millionen Pfund (15 Millionen Euro). Im Jahr 2019 trat er wegen des Epstein-Skandals als arbeitendes Mitglied der Königsfamilie zurück und bezog keine Zahlungen mehr aus dem "Sovereign Grant". Im Juni 2026 wurde enthüllt, dass Andrew Einkünfte durch die Untervermietung dreier Cottages auf dem Anwesen der Royal Lodge in Windsor hatte. Auf dem Anwesen lebte er über 20 Jahre lang, bevor er Anfang 2026 ausziehen musste. Wie viel Andrew besitzt, ist unklar. Vergangenes Jahr gab es Schätzungen über 3 Millionen Pfund.

Prinz Harry und Herzogin Meghan

Prinz Harry (41) trat 2020 als aktives Mitglied des Königshauses zurück. Zuvor wurden seine Auftritte und sein Personal vom Herzogtum Cornwall sowie durch den "Sovereign Grant" finanziert. Wie hoch diese Summe war, ist nicht bekannt. In den vergangenen Jahren haben sich Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan (45) in den USA mehrere Einnahmequellen aufgebaut. Meghan betreibt das Lifestyle-Unternehmen "As Ever", während das Paar gemeinsam "Archewell Productions" führt. Die Produktionsfirma arbeitet unter anderem mit Netflix zusammen. Harrys Memoiren "Spare" aus dem Jahr 2023 spülten weiteres Geld in seine Kassen, angeblich etwa 23 Millionen Euro. Wie sein Bruder William soll er zudem insgesamt etwa 17 Millionen Euro von seiner Mutter Prinzessin Diana (1961-1997) und seiner Urgroßmutter Queen Mum (1900-2002) geerbt haben.

Nun steht für die Familie erneut ein großer Umbruch an: Nach sechs Jahren in den USA wollen Harry und Meghan mit ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) nach Großbritannien zurückkehren. An ihrer finanziellen Eigenständigkeit soll sich dadurch jedoch nichts ändern. Eine Rückkehr als arbeitende Royals ist nicht geplant, ihre geschäftlichen Projekte wollen die Sussexes weiterführen. Aus dem "Sovereign Grant" werden Harry und Meghan damit auch künftig nicht finanziert.

(hub/spot)