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# Mit Sacha Baron Cohen: "Ali G: Who Iz I?" feiert schräge L.A.-Premiere
- URL: https://www.viply.de/news/mit-sacha-baron-cohen-ali-g-who-iz-i-feiert-schrage-l-a-premiere/
- Published: 2026-10-15T11:46:51.000Z
- Updated: 2026-10-15T11:48:05.000Z
- Description: Mehr als 20 Jahre nach seinem ersten Kinofilm ist Ali G zurück. Sacha Baron Cohen erschien zur Premiere von "Ali G: Who Iz I?" in Los Angeles in auffälliger Montur und mit skurriler Begleitung.
- Author: Redaktion
- Tags: Promi News, #spot

Sacha Baron Cohen (55) hat sich für die Premiere seines Films "Ali G: Who Iz I?" in Los Angeles wieder in seinen titelgebenden Kultcharakter verwandelt. Der 55-jährige Komiker kam im typisch gelben Outfit der Kunstfigur, aufgemotzt mit einem pompösen Mantel.

An seiner Seite erschien Morgana Robinson (44), die im Film Alis Freundin Julie spielt. Auch sie blieb in der Rolle und zeigte sich im hautengen Bodysuit auf hohen Absätzen, die Haare zu Space Buns gedreht. Im Hintergrund posierten Ali-G-Doubles in absurd aufgeblähten und überlangen blauen Daunenjacken.

## Ein Jahr lang heimlich gedreht

Für sein Regiedebüt drehte Baron Cohen ein Jahr lang im Verborgenen. Die Mockumentary begleitet Ali G und seine schwangere Freundin durch ein Leben, "seit die Welt den Bach runtergegangen ist". Im ersten Film von 2002 hatte noch "EastEnders"-Darstellerin Kellie Bright die Figur Julie gespielt. Der Film von Amazon MGM startet hierzulande am 22\. Oktober.

## Zehntausende fordern Boykott

Seit August läuft gegen das Comeback jedoch eine Kampagne. Einen Tag nach Veröffentlichung des Trailers rief die britische [Medienplattform NewsCord Kinos weltweit dazu auf](https://newscord.org/action/cinemas-refuse-ali-g), "Who Iz I?" nicht zu zeigen. Film und Figur verstärkten rassistische Stereotype, so der Vorwurf. Nach eigenen Angaben hat die Gruppe 15 große Kinoketten angeschrieben, aktuell zählt sie rund 56.000 Unterstützer.

Einer der Vorwürfe, auf die sich die Kampagne beruft: Ali G erlaube es der liberalen Mittelschicht, über schwarze Straßenkultur zu lachen, ohne ihr politisch korrektes Selbstbild aufzugeben. Ali G sei "ein Alibi für Rassismus".

## Kinos wollen keine Zensoren sein

Phil Clapp, Chef der UK Cinema Association, winkte jedoch schon ab. Kinos sollten ein möglichst breites Publikum unterhalten, [sagte er laut "Variety"](https://variety.com/2026/film/global/ali-g-movie-backlash-campaign-pulled-from-cinemas-1236845851/). "Sie sind nicht dazu da, als Zensoren oder Schiedsrichter über den öffentlichen Geschmack aufzutreten."

Auch Berichte, die britische Kette Picturehouse habe den Film bereits aussortiert, sind laut "Variety" voreilig. Die entsprechende E-Mail sei eine Standardantwort auf Anfragen zu noch nicht gebuchten Filmen gewesen, entschieden sei nichts.

## Skandal mit Ansage

Cohen ahnte offenbar bereits, dass die Rückkehr von Ali G für Kontroverse sorgen wird. [Er schrieb auf X noch vor dem Boykottaufruf](https://x.com/SachaBaronCohen/status/2092237375338418610?ref%5Fsrc=twsrc%5Etfw): "In einer Zeit, in der die Karriere eines Comedians durch einen einzigen politisch unkorrekten Witz beendet werden kann, dachte ich, ich gehe auf Nummer sicher und hole diesen Typen zurück."

Einen Vorgeschmack hatte er schon im Juli geliefert. In Wimbledon tauchte er überraschend als Ali G auf, im Trainingsanzug und mit protzigem Bling-Schmuck.

(stk/spot)