Nach Brief von König Charles: Harry und Meghan zeigen sich überrascht
Ein Sprecher von Prinz Harry und Herzogin Meghan hat erklärt, dass das Paar von der kurzfristigen Veröffentlichung des Briefes des Königs überrascht worden sei. Nach BBC-Informationen lag den beiden das Schreiben rund eine Stunde vor der Weitergabe an die Medien vor.
Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) haben auf das Schreiben reagiert, mit dem das britische Königshaus ihren Status als Privatpersonen bekräftigt hat. Ein Sprecher des Paares erklärte, die beiden seien ein wenig überrascht gewesen, davon nicht vorab erfahren zu haben. Königliche Quellen halten dem entgegen, Harry und Meghan hätten von dem am Montagnachmittag verschickten Brief gewusst, bevor er öffentlich wurde.
Nach BBC-Informationen bezieht sich die Überraschung darauf, dass dem Paar kaum Zeit für eine Antwort blieb. Das Schreiben soll ihnen etwa eine Stunde vorgelegen haben, bevor es an die Medien ging. Als Harrys Team den Prinzen erreichte, stand die Veröffentlichung demnach bereits unmittelbar bevor.
Sicherheitsgremium tagt in dieser Woche
Zeitgleich steht eine Entscheidung an, die für die Familie praktische Folgen hat. In dieser Woche berät ein Gremium mit Vertretern des Innenministeriums darüber, welchen staatlich finanzierten Schutz die Sussexes in Großbritannien erhalten sollen. Zuständig ist das Royal and VIP Executive Committee, kurz Ravec, das über die Sicherheit von Royals und Personen des öffentlichen Lebens entscheidet. Harry hatte wiederholt kritisiert, in seiner Heimat nicht ausreichend geschützt zu sein.
Details der Ergebnisse dürften nicht bekannt werden. Das Innenministerium äußert sich zu solchen Entscheidungen grundsätzlich nicht. Ein Sprecher erklärte, das britische Schutzsystem arbeite gründlich und verhältnismäßig; Einzelheiten würden aus Prinzip nicht mitgeteilt, weil das die Wirksamkeit gefährden und die Sicherheit der Betroffenen beeinträchtigen könnte. Aus dem Umfeld des Palasts hieß es gegenüber der "Daily Mail", die Veröffentlichung des Briefes habe mit der Sicherheitsfrage nichts zu tun.
Was der Brief festhält
Verfasst wurde das Schreiben im Auftrag des Königs vom Lord Chamberlain, dem ranghöchsten Beamten des königlichen Haushalts. Adressaten waren laut Palastquellen Harrys Team, Ministerien, Vertreter des Militärs sowie die Lord Lieutenants, die den Monarchen in den Grafschaften vertreten und häufig in royale Termine eingebunden sind.
Inhaltlich bleibt alles beim Alten: Die Anreden als Königliche Hoheit ruhen weiterhin, die beiden gelten als Privatpersonen. Auftritte der Sussexes erfolgen in privater Eigenschaft, die Royal Family vertreten sie dabei nicht. Der Brief verweist auf das Sandringham-Abkommen von 2020, das eine Zwischenlösung mit halb offiziellen Aufgaben und eigenen kommerziellen Interessen ausschloss.
Wörtlich heißt es darin, es sei bekannt, dass der Herzog und die Herzogin im Januar 2020 ihre repräsentativen Pflichten niedergelegt hätten und keine arbeitenden Mitglieder der Königsfamilie mehr seien. Ihre wohltätige Arbeit sei eine persönliche Angelegenheit. Zu Sicherheitsfragen im Alltag verweist das Schreiben auf die zuständigen Polizeibehörden.
Auftritte im Herbst erwartet
Der Brief kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Paar in Großbritannien einrichtet und öffentliche Termine für den Herbst wahrscheinlich sind. Harry dürfte seine Hilfsorganisationen und Wohltätigkeitsprojekte unterstützen, darunter die Invictus Games, die im kommenden Jahr in Birmingham stattfinden. Über Meghan wurde berichtet, sie erwäge eine Rückkehr zur Schauspielerei.
Erste Bilder gibt es bereits. Harry hatte die Tower Bridge Studios am Freitag besucht und dort unter anderem eine Wand signiert. Die Fotos davon veröffentlichte das Studio am Montag.
(jom/spot)