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# Nach Hayden Panettieres Tod: Neutrogena reagiert auf Vorwürfe
- URL: https://www.viply.de/news/nach-hayden-panettieres-tod-neutrogena-reagiert-auf-vorwurfe/
- Published: 2026-08-21T13:51:45.000Z
- Updated: 2026-08-21T13:52:04.000Z
- Description: Nach dem überraschenden Tod von Hayden Panettiere gerät Neutrogena erneut in die Kritik. Nun reagiert die Hautpflegemarke mit einer Entschuldigung.
- Author: Redaktion
- Tags: Promi News, #spot

Jahrelang war Hayden Panettiere (1989-2026) eines der bekanntesten Gesichter von Neutrogena. Nach ihrem überraschenden Tod im Alter von nur 36 Jahren rückt nun erneut ein Vorwurf der Schauspielerin gegen die Hautpflegemarke in den Fokus: Panettiere hatte erzählt, dass Neutrogena die langjährige Zusammenarbeit beenden wollte, nachdem sie öffentlich über ihre postnatale Depression gesprochen hatte. Nach rund zehn gemeinsamen Jahren habe sie anschließend kein persönliches Wort mehr von dem Unternehmen gehört. Nun hat sich Neutrogena erstmals zu den Vorwürfen geäußert.

Noch wenige Monate vor ihrem Tod hatte Panettiere [im Mai im "Jay Shetty Podcast"](https://www.youtube.com/watch?v=vs6x8VUGXCw&ref=viply.de) ausführlich über ihre Wochenbettdepression gesprochen. Rund zehn Monate habe es gedauert, bis sie selbst verstanden habe, was mit ihr geschah. Als Shetty sie darauf ansprach, dass sie nach ihrem offenen Umgang mit der Erkrankung einen Werbedeal verloren habe, erzählte Panettiere von ihrer damaligen Erfahrung mit Neutrogena.

## "Das Letzte, was ich jemals für möglich gehalten hätte"

"Ja, ich war zehn Jahre lang bei Neutrogena", erzählte Panettiere in dem Podcast. Während der Zusammenarbeit habe sie sich an sogenannte "Moral-Klauseln" halten müssen, die ihr Leben stark beeinflusst hätten. Gleichzeitig sei sie auf Schritt und Tritt von Paparazzi verfolgt worden. Sie hätten sie beim Rauchen fotografiert, in unvorteilhaften Outfits oder im Badeanzug, wenn sie vielleicht nicht so schlank ausgesehen habe, wie es von ihr erwartet worden sei.

All das sei auch bei Neutrogena bekannt gewesen. Umso weniger habe Panettiere damit gerechnet, dass ausgerechnet ihre Offenheit über ihre postnatale Depression zum Problem werden könnte. "Und von all den Gründen, aus denen sie mich hätten entlassen können, war das das Letzte, was ich jemals für möglich gehalten hätte", erinnerte sie sich. Das Thema sei damals im Gespräch aufgekommen und sie habe lediglich ehrlich über ihre Erfahrungen gesprochen. Dass ihr daraus ein Nachteil entstehen könnte, habe sie keine Sekunde lang erwartet.

Kurz darauf habe Panettiere jedoch einen Anruf erhalten: Neutrogena wolle die Zusammenarbeit wegen ihrer Äußerungen beenden. Ihre Agentin habe daraufhin klargemacht, dass eine Kündigung aus diesem Grund nicht rechtmäßig sei. Panettiere sei dennoch bewusst gewesen, dass ihre Zeit mit der Marke damit wohl vorbei war. "Ich wusste, dass es das sein würde, dass ich im nächsten Jahr keine Einladung mehr bekommen würde. Und ich hatte für diese Leute zehn Jahre lang gearbeitet."

Besonders getroffen habe sie die Art, wie die langjährige Zusammenarbeit schließlich endete. Niemand habe sich noch einmal bei ihr gemeldet oder ihr für die gemeinsamen zehn Jahre gedankt. Das habe ihr "das Herz gebrochen", erzählte Panettiere.

## Boykottaufruf gegen Neutrogena

Panettiere hatte die Angelegenheit auch in ihren Memoiren "This Is Me: A Reckoning" thematisiert. Bereits im Mai sollen ihre Schilderungen unter Fans Boykottaufrufe gegen Neutrogena ausgelöst haben. Nach dem überraschenden Tod der Schauspielerin flammte die Kritik erneut auf: Zahlreiche Fans meldeten sich in den sozialen Medien zu Wort und übten scharfe Kritik an der Hautpflegemarke.

Nun hat sich Neutrogena selbst zu den Vorwürfen geäußert. Unter anderem [auf Instagram veröffentlichte die Marke](https://www.instagram.com/p/DcRcCGamhA4/?ref=viply.de) ein Statement, bei dem die Kommentarfunktion deaktiviert ist. "Wir sind zutiefst traurig über den Tod von Hayden Panettiere", heißt es darin.

Mehr als ein Jahrzehnt lang sei die Schauspielerin "ein geschätztes Mitglied unserer Neutrogena-Gemeinschaft" gewesen. "Wir sind stolz darauf, mit ihr zusammengearbeitet zu haben, und verstehen, dass wir ihr in einer sehr schwierigen Zeit das Gefühl gegeben haben, von uns nicht unterstützt zu werden", erklärt das Unternehmen weiter. "Das ist nicht das, wofür Neutrogena steht, und auch nicht das, was wir sein wollen."

Panettieres Offenheit über ihre postnatale Depression habe dazu beigetragen, wichtige Gespräche anzustoßen und mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen, heißt es in dem Statement weiter. Neutrogena kündigte zudem an, "erheblich" in die Zusammenarbeit mit einem Partner aus dem Gesundheitsbereich investieren zu wollen. Ziel sei es, mehr Frauen den Zugang zu benötigter Unterstützung zu ermöglichen - auch bei postnatalen Depressionen. Weitere Einzelheiten dazu sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Dass sich die Marke erst jetzt zu Wort meldet, begründet sie mit Rücksicht auf Panettieres Angehörige. Aus Respekt vor der Familie habe man sich nach ihrem Tod zunächst bewusst zurückgehalten.

(wue/obr/spot)