Nach "Lass sie reden"-Geste: Mats Hummels knöpft sich Lennart Karl vor
Mit der Jubelgeste nach seinem Champions-League-Tor hat sich Bayern-Star Lennart Karl nicht nur Freunde gemacht. Vor allem Mats Hummels zählte den Youngster an und verriet, dass er seinem Sohn Ludwig diese Form des Jubels sogar verboten hat.
Durch sein Tor zum 1:0 leitete FC-Bayern-Nachwuchsstar Lennart Karl (18) den wichtigen Sieg in der Champions League über Atlético Madrid (Endstand: 2:0) ein. Doch unmittelbar nach dem Treffer stand der 18-Jährige, um den es zuletzt nicht nur positive Nachrichten gab, schon wieder in der Kritik.
Der Grund: Eine von vielen Zuschauern als Provokation verstandene "Lass sie reden"-Geste, bei der sich Karl die Hände an die Ohren hielt und auf ihn einprasselndes Geplapper simulierte.
Das konnte und wollte auch Prime-Video-Experte Mats Hummels (37) nicht unkommentiert lassen. In der Nachbesprechung der Partie wollte er noch "eine Kleinigkeit zu dem Jubel sagen" und sprach dabei auch über seinen Sohn Ludwig: "Mein Sohn ist acht. In den Spielen seiner Mannschaft sehe ich schon Kinder diesen Jubel machen, weil der so oft vorkommt mittlerweile."
Für Hummels sei diese Form der Respektlosigkeit ein Unding. Er beteuerte: "Meinem Sohn verbiete ich den Jubel."
Wem galt der Jubel?
Karl soll sich Berichten zufolge zuletzt einige Fehltritte erlaubt haben. Unter anderem Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Sportvorstand Max Eberl zählten ihn daraufhin öffentlich an. "Ich habe mir vorgenommen, ein ernstes Gespräch mit ihm zu führen. Er ist noch lange kein Superstar, junge Spieler brauchen Demut", kündigte Hoeneß erst vor Kurzem an. Auch Eberl mahnte, Karl solle sich "auf den Fußball konzentrieren".
Angesichts dieser Aussagen liegt zumindest die Vermutung nahe, dass sich Hoeneß und Eberl von Karls provokativem Jubel angesprochen fühlen und es zu weiteren Krisengesprächen kommen könnte.
Eine wichtige Rolle in der Karriere von Lennart Karl spielt der ehemalige Nationalspieler Michael Ballack als dessen Berater. Der nahm nach den ersten kritischen Stimmen Karl in Schutz und schimpfte seinerseits, Hoeneß habe den 18-Jährigen "öffentlich zur Zielscheibe erklärt".
Zu dem jüngsten Eklat haben sich bislang weder die Bayern-Bosse noch Ballack konkret geäußert. Dass über die "Lass sie reden"-Geste noch gesprochen wird, dürfte aber feststehen.
(stk/spot)