Natalie Imbruglia hatte 'Glück', der 'ausbeuterischen' Seite der Musikindustrie zu entgehen
Die 'Torn'-Sängerin blickt auf ihre Anfänge in der Musikindustrie zurück.
Natalie Imbruglia ist dankbar, dass sie zu Beginn ihrer Musikkarriere von respektvollen Menschen umgeben war.
Die 'Torn'-Sängerin, die zunächst als Schauspielerin in der australischen Seifenoper 'Nachbarn' bekannt wurde, erinnerte sich an die Zeit, in der sie Großbritannien wegen Visa-Problemen verließ und sich einer möglichen Musikkarriere zuwandte. Im Gespräch mit dem Magazin 'The Big Issue' berichtete die gebürtige Australierin, dass sie während ihrer ersten Schritte als Songwriterin Anne Barrett kennenlernte, die später ihre Managerin wurde. "Sie nahm mich mit zu all diesen Songwritern, unterstützte mich zu Beginn meiner Karriere sehr und vermittelte mir schließlich einige Treffen, durch die ich einen Plattenvertrag bekam", erzählte sie.
Gleichzeitig räumte die 51-Jährige ein: "Aber ich hatte wirklich keine Ahnung, was ich tat. Ich glaube, ich wusste, wie man singt, und ich hatte klare Grenzen, was ich tun und was ich nicht tun würde, denn einige der Songs waren Coverversionen. Aber ich war bereit, dazuzulernen." Besonders glücklich sei sie über die Zusammenarbeit mit Produzent Phil Thornalley gewesen. "Ich verehre ihn absolut", schwärmte die Künstlerin. "Er hat diese Fähigkeiten in mir gefördert und mir viel über Gesangsproduktion und Songwriting beigebracht. Ich hatte großes Glück, jemanden zu haben, der mich nicht ausgenutzt hat."
Sie habe von vielen Menschen gehört, die schlechte Erfahrungen gemacht haben. Umso glücklicher schätze sie sich: "Bei mir war es aber jemand, der respektvoll mit mir umging, meine Kunst und meine Arbeit wertschätzte und mir half, zu lernen und mich weiterzuentwickeln." Natalie räumte außerdem ein, dass sie beim Wechsel von 'Nachbarn' zur Musik befürchtet habe, das Publikum könnte sie ablehnen. Viele hätten zuvor einen ähnlichen Schritt versucht – mit unterschiedlichem Erfolg. "Wenn es schiefgegangen wäre, hätte das sogar das Ende meiner Karriere bedeuten können", enthüllte sie.
Dann gelang 'Torn' in den USA der Durchbruch über den Radiosender 'K-Rock' – von da aus eroberte der Song die Welt. "[Einen weltweiten Hit zu haben] war gleichzeitig unglaublich und beängstigend", gestand Natalie. Plötzlich habe beinahe jeder Erwartungen an sie gehabt. "Es war also sehr viel Druck, aber es hat auch mein Leben verändert", schilderte sie.