Nationalspieler Leon Goretzka: Gelernt, mit Hasskommentaren umzugehen

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Nur noch zwei Wochen bis zum Beginn der Euro 2020. Für Deutschland läuft dann unter anderem Leon Goretzka (26) auf. Der Bayern-Star entspricht so gar nicht dem Klischee des Standard-Fußballers, macht sich Gedanken um mehr als das runde Leder. Doch diese Stereotypen gehören ohnehin der Vergangenheit an, glaubt der Sportler.

Fans stehen im Vordergrund

"Die Kategorien, die mich zu einem angeblich besonderen Fußballprofi machen, sind veraltet", versicherte er in einem Interview mit 'DB Mobil. "Früher wäre ich damit vielleicht ein Außenseiter gewesen. Aber in meiner Generation entspricht die große Mehrheit nicht dem klischeehaften Bild vom abgehobenen Millionär." Das zurückliegende Jahr war schwer für den Profi, die leeren Stadion "schwer zu ertragen". "Und uns allen sollte klar sein, dass es in den Stadien so still bleiben wird, wenn der Profifußball falsche Entscheidungen für die Zukunft trifft", erklärte der Mittelfeldspieler in Anspielung auf die gescheiterte Super League. Man müsse Negativentwicklungen hinterfragen, schließlich stünden die Fans im Vordergrund.

Leon Goretzka bezieht Stellung

Für Leon Goretzka steht der Fußball nicht allein im Vordergrund. Er möchte seine Reichweite nutzen, um "Themen auf die Agenda zu bringen, die besprochen werden müssen." Ganz besonders bezieht er zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit Stellung. Er war schockiert, als seine Nationalmannschafts-Kollegen Leroy Sané und Ilkay Gündogan bei einem Länderspiel in Serbien aufs Übelste rassistisch beleidigt wurden und niemand etwas unternahm: "Weshalb ich in der Pressekonferenz am Tag darauf klare Kante gezeigt habe. Das war die Initialzündung, mich jederzeit klar und deutlich zu äußern." Die AfD bezeichnete er als "Schande für Deutschland", traf sich mit der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, eine Begegnung, die er als Privileg bezeichnete. Doch damit macht er sich auch zur Zielscheibe.

"Leider sind die Gegenstimmen immer vehementer als die der schweigenden Mehrheit, die auf deiner Seite ist", so der Fußballprofi. Er habe gelernt, damit umzugehen, ständig Hasskommentare abzubekommen "aber diese Fähigkeit musste ich mir erst aneignen", so Leon Goretzka.

Bild: Matthias Balk/DPA/Cover Images

via Cover Media

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