Neuer "Resident Evil"-Film stößt Milla Jovovich vom Zombie-Thron
Zach Creggers "Resident Evil" übertrifft beim Kinostart sämtliche Prognosen und lässt dabei auch die bisherigen Teile der Reihe hinter sich.
Kann die erfolgreiche "Resident Evil"-Filmreihe, die auf den gleichnamigen Videospielen basiert, auch ohne Milla Jovovich (50) funktionieren? Nach dem Kinoflop "Resident Evil: Welcome to Raccoon City" von 2021 schien die Antwort zunächst eindeutig. Doch der neueste Anlauf ohne die langjährige Hauptdarstellerin überrascht nun: Die von "Weapons"-Regisseur Zach Cregger inszenierte Neuauflage mit dem schlichten Titel "Resident Evil" legte an den Kinokassen einen Traumstart hin.
Allein in den USA und Kanada spielte der Streifen in nur drei Tagen rund 60 Millionen Dollar ein, wie die Branchenseite "Deadline" berichtet. Sony Pictures, das den Film in den USA veröffentlichte, hatte demnach ursprünglich mit rund 40 Millionen Dollar gerechnet. Selbst die am Samstag bereits nach oben korrigierte Prognose von 53 bis 55 Millionen Dollar übertraf "Resident Evil" noch deutlich. Hinzu kommen laut "Box Office Mojo" bislang etwa 48 Millionen Dollar aus den Märkten außerhalb Nordamerikas, was die Gesamteinnahmen bereits auf rund 108 Millionen Dollar hochtreibt.
Ein Wochenende fast so stark wie ein ganzer Kinolauf
Kein Film der Reihe ist je besser gestartet, seit Paul W. S. Anderson 2002 den ersten Teil in die Kinos brachte. Noch eindrucksvoller ist ein anderer Vergleich: Das in dieser Hinsicht bislang erfolgreichste Sequel, "Resident Evil: Afterlife", kam in Nordamerika über seine gesamte Laufzeit auf 60,1 Millionen Dollar. Creggers Film hat diese Marke nun beinahe an einem einzigen Wochenende erreicht.
In der Hauptrolle spielt Austin Abrams einen medizinischen Kurier, der mitten in einem tödlichen Virusausbruch in Raccoon City eine kostbare Lieferung ans Ziel bringen soll. An seiner Seite sind Zach Cherry, Kali Reis und Paul Walter Hauser zu sehen. Produziert wurde der Film von TriStar Pictures, Constantin Film und Davis Film.
Creggers Erfolgsserie reißt nicht ab
Für Cregger ist es der stärkste Start seiner Karriere. Sein vorheriger Film, der Oscar-prämierte Horrorhit "Weapons", hatte im August 2025 zum Auftakt 43,5 Millionen Dollar eingespielt. Entsprechend gefragt ist der Filmemacher. Als Nächstes stehen unter anderem "The Flood" und ein Prequel über die "Weapons"-Figur Gladys auf seinem Plan.
Ob er trotzdem für eine Fortsetzung zurückkehrt, ist offen. Ganz abgeschlossen hat Cregger mit Raccoon City aber offenbar nicht. "Ich kann nicht anders, als über andere Richtungen nachzudenken, in die diese Geschichte gehen könnte", sagte er vor dem Kinostart dem Portal "The Playlist".
Die Messlatte liegt jedenfalls hoch. Milla Jovovich hatte die Hauptrolle im ersten Film und in fünf Fortsetzungen verkörpert. Zusammen spielten die sechs Filme, von denen vier Jovovichs Ehemann Paul W. S. Anderson gedreht hat, weltweit mehr als 1,2 Milliarden Dollar ein. Der bislang umsatzstärkste Teil war das Finale: "Resident Evil: The Final Chapter" kam 2016 weltweit auf 314 Millionen Dollar. Eine Hürde, die die Neuauflage nach diesem Traumstart wohl leicht überbieten wird.
(stk/spot)