"Nobody Wants This"-Star Adam Brody mit klarer Botschaft zu Palästina

Als Rabbi Noah in "Nobody Wants This" begeistert Adam Brody Millionen Fans. Jetzt zeigt sich der Schauspieler von einer anderen Seite: In einem Interview äußert er sich erstmals ausführlich politisch und kritisiert auch Hollywoods Zurückhaltung.

Teilen
Adam Brody ist ab 22. Oktober in der dritten Staffel der Netflix-Serie "Nobody Wants This" zu sehen.
Adam Brody ist ab 22. Oktober in der dritten Staffel der Netflix-Serie "Nobody Wants This" zu sehen. Foto: imago images/UPI Photo / CHRIS CHEW

Adam Brody (46) ist als Rabbi Noah Roklov aus "Nobody Wants This" derzeit so präsent wie lange nicht. Abseits der romantischen Netflix-Serie zeigt sich der Schauspieler allerdings deutlich politischer: In einem neuen Interview mit dem US-Magazin "GQ" spricht Brody über sein Engagement, Hollywoods politische Zurückhaltung - und erstmals ausführlicher seine Haltung zu Israels Vorgehen in Gaza.

Auf die Frage nach seiner Sicht auf die Situation findet Brody klare Worte. Er bezeichnet das Vorgehen als "Genozid" und sagt: "Ich wünsche mir ein freies Palästina." Zudem spricht er von "so viel Tod und Elend" und erklärt, er hoffe, dass eine künftige US-Regierung politische Entscheidungen korrigieren könne, die seiner Ansicht nach zur aktuellen Situation beigetragen hätten.

Brody kritisiert Hollywoods politische Zurückhaltung

Brody engagiert sich bereits seit 2018 politisch und unterstützt die progressive Organisation Swing Left. Erst kürzlich war er für die Organisation im kalifornischen Temecula unterwegs, um von Tür zu Tür mit Wählerinnen und Wählern zu sprechen. Bei der Kampagne gehe es nicht nur darum, Menschen von einer bestimmten Position zu überzeugen, sondern vor allem darum, ihnen zuzuhören und ihre Anliegen weiterzugeben.

Dass sich der Schauspieler nun öffentlich politisch äußert, ist für ihn auch eine Frage des Zeitpunkts. Nach Donald Trumps erster Wahl habe es laut Brody eine große Welle politischen Aktivismus gegeben. Bei der zweiten Präsidentschaft sei es dagegen schwieriger geworden, sich öffentlich zu positionieren, weil Unternehmen sich stärker hinter Trump gestellt hätten und für Kritiker damit mehr auf dem Spiel gestanden habe.

Auch Hollywood habe sich verändert, findet Brody. Er habe den Eindruck, dass sich die Branche heute offener konservativ zeige. Themen wie die Corona-Pandemie, Trump und die Situation in Gaza hätten unterschiedliche politische Überzeugungen sichtbarer gemacht, von denen er zuvor nichts gewusst habe oder von denen er enttäuscht gewesen sei.

Seine eigene Zurückhaltung erklärt Brody damit, dass er selten nach Politik gefragt werde. Auf roten Teppichen drehe sich "99 Prozent" der Fragen um "Nobody Wants This". Einen politischen Anstecker trage er nicht - obwohl er Menschen bewundere, die auf diese Weise Haltung zeigen.

Dritte Staffel von "Nobody Wants This" kommt im Oktober

In "Nobody Wants This" spielt Adam Brody den Rabbi Noah, der sich in die nichtjüdische Sex-Podcasterin Joanne (Kristen Bell) verliebt. Die Netflix-Serie beschäftigt sich intensiv mit jüdischer Identität und Religion.

Die Serie wurde von Erin Foster (44) entwickelt, die 2019 selbst zum Judentum konvertierte und ihre eigene Beziehung zu ihrem jüdischen Ehemann Simon Tikhman als Inspiration für die Serie nutzte.

Die dritte Staffel von "Nobody Wants This" steht kurz vor dem Start. Netflix hat am 24. September den offiziellen Trailer veröffentlicht. Darin sind Noah und Joanne inzwischen zusammengezogen und müssen sich im Alltag als Paar zurechtfinden. Die zehn neuen Folgen erscheinen am 22. Oktober 2026 auf Netflix.

(ncz/spot)