Papst Leo XIV.: Zurück im Vatikan und wohl fit für Lateinamerika-Reise

Vier Tage nach seiner Operation an der Lunge hat Papst Leo XIV. die Gemelli-Klinik in Rom verlassen. Sein Chirurg spricht von einem idealen Patienten und äußert sich zuversichtlich mit Blick auf eine geplante Reise nach Lateinamerika.

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Papst Leo XIV. ist nach seiner Lungen-OP in guter Verfassung und kann wohl bald wieder reisen.
Papst Leo XIV. ist nach seiner Lungen-OP in guter Verfassung und kann wohl bald wieder reisen. Foto: Imago images/ZUMA Press / Evandro Inetti

Papst Leo XIV. (71) ist wieder im Vatikan. Am Samstagnachmittag um 15:43 Uhr passierte das Kirchenoberhaupt die Porta del Perugino und bezog wieder seine Wohnung im Apostolischen Palast, wie "Vatican News" berichtet. Diese hatte er am Dienstag für die Einweisung in die römische Gemelli-Klinik verlassen, wo er am selben Tag an der Lunge operiert wurde.

Den Weg zurück erlaubte das behandelnde Ärzteteam demnach am Vormittag. Luigi Carbone und Stefano Margaritora stützten ihre Entscheidung auf die morgendlichen Blutwerte, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs und das klinische Gesamtbild. In ihrer Mitteilung heißt es: "In Anbetracht der heute Morgen durchgeführten Blutuntersuchungen und der radiologischen Kontrolle des Brustkorbs sowie nach Beurteilung des klinischen Bildes wurde der Heilige Vater für geeignet erklärt, entlassen zu werden."

Dank an Ärzte und Pflegekräfte

Bevor er die Klinik verließ, bedankte sich Leo XIV. bei Margaritora, der den Eingriff vorgenommen hatte, und beim gesamten Ärzte- und Pflegeteam. Er grüßte außerdem Elena Beccalli, Rektorin der Katholischen Universität Sacro Cuore, sowie die Verantwortlichen des Universitätsklinikums.

Am Dienstagnachmittag hatten die Chirurgen dem Kirchenoberhaupt den unteren Lappen der rechten Lunge entfernt. Die Gewebeuntersuchung während des Eingriffs bestätigte demnach, was sich schon bei Tests im Vorfeld abgezeichnet hatte: Bei Leo XIV. wurde ein Adenokarzinom der Lunge festgestellt.

"Keine medizinischen Gründe" gegen die Reise

Wie es nun weitergeht, schilderte Margaritora im Interview mit den Vatikanmedien. Der Thoraxchirurg hat an der Sacro Cuore den Lehrstuhl für sein Fach inne und leitet die entsprechende Abteilung an der Gemelli-Klinik. Bei der Entlassung sei der Papst in einem "absolut zufriedenstellenden klinischen Zustand" gewesen. Blutwerte und Herzfunktion seien normal, die Lunge dehne sich nach der Operation im üblichen Zeitrahmen wieder aus.

Rund zwei Wochen brauche laut Margaritora ein Mensch nach einem solchen Eingriff, um körperlich vollständig zu genesen. Daher rechnet der Mediziner mit etwa zehn weiteren Tagen. Für eine anspruchsvolle Reise nach Lateinamerika, die vom 6. bis 17. November geplant ist, sieht er deshalb kein Hindernis: "Ich würde sagen, dass es keine medizinischen Gründe gibt, warum diese Reise nicht stattfinden sollte."

Lob für einen "idealen Patienten"

Für seinen prominenten Patienten fand Margaritora warme Worte. Leo XIV. sei "ein idealer Patient" gewesen, das sage er nicht aus Schmeichelei. Der Papst sei stets gelassen geblieben, habe gelächelt und trotz der Schmerzen kaum geklagt. Die Vorgaben zu Ernährung und Physiotherapie habe er befolgt und dabei sogar immer ein bisschen mehr getan als verlangt.

Für den Chirurgen selbst war die Operation am 13. Oktober ein besonderer Moment: "Ich habe ein tiefes Gefühl erlebt, das ich nicht beschreiben kann, aber es war ein Routineeingriff."

(stk/spot)