Eine gute Woche nach Prozessbeginn in London geht es ans Eingemachte. Vor dem Southwark Crown Court soll entschieden werden, ob es beim Insolvenzverfahren von Boris Becker (54) zu Ungereimtheiten gekommen war. Im schlimmsten Fall drohen dem ehemaligen Tennis-Star sogar mehrere Jahre Haft.

Die Möbel flogen aus dem Haus

Im Rahmen des Prozesses, der auf drei Wochen angelegt ist, kommen viele Details ans Licht. So erfuhren die Anwesenden im Gerichtssaal jetzt, wie Boris' damalige Ehefrau Lilly (45) reagierte, als sie 2018 von der Pleite ihres Mannes erfuhr. Sie sei ausgerastet und habe Möbel aus dem Fenster geworfen, so der dreifache Wimbledon-Sieger im Zeugenstand. Er selbst sei nicht zuhause gewesen, doch sein Sohn Elias habe ihn angerufen. Das Paar, welches 2009 geheiratet hatte und einen gemeinsamen Sohn hat, trennte sich. Mittlerweile scheint sich das Verhältnis der beiden allerdings wieder gebessert zu haben. Erst vor wenigen Tagen hatte das holländische Model gegenüber 'Bild' erklärt, dass es mit dem Angeklagten zittere.

Boris Becker hat Unterstützung

Seine Ex drückt Boris Becker die Daumen. "Es ist schwer, den Vater meines Sohnes in einer solchen Situation zu sehen. Ich blicke mit einem unwohlen Gefühl auf den Prozessbeginn." Lilly Becker hofft trotzdem auf einen guten Ausgang des Prozesses: "Ich wünsche ihm, dass alles aufgeklärt wird und am Ende ein gerechtes Urteil gesprochen wird."

Der Angeklagte selbst sprach diese Woche von der Scham, den er nach dem Bankrott verspürte. "Es war mir sehr peinlich", erklärte der Leimener laut der 'BBC'. "Es war in der ganzen Welt bekannt und ich ging durch die Tore von Wimbledon. Alle haben es gewusst. Es war mir peinlich, dass ich pleite war." Der Prozess gegen Boris Becker geht derweil weiter.

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