Prinz Harry übt scharfe Kritik an der unfairen globalen Verteilung der Corona-Impfstoffe.
Anlässlich des Welt-AIDS-Tags am Mittwoch (1. Dezember) verfasste der britische Royal einen Brief an Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sowie die UNAIDS-Direktorin Winnie Byanyima. Darin stellte er einen Vergleich zwischen der Corona-Pandemie und der AIDS-Krise auf.

„Es ist auffallend zu sehen, dass die weltweit führenden AIDS-Aktivisten jetzt auch die Forderung nach einer Gleichstellung für Covid-19-Impfstoffe anführen. Die Welt zu impfen ist ein Test für unseren moralischen Charakter, und wir erleben einen spektakulären Misserfolg, wenn es um die globale Gleichberechtigung von Impfstoffen geht“, schrieb Harry.

Der 37-Jährige fand deutliche Worte für die Tatsache, dass ärmere Länder einen fatalen Mangel an Impfstoffen haben. „Ähnlich wie bei der AIDS-Krise haben wir im letzten Jahr wieder einmal gezeigt, dass der Wert eines Lebens davon abhängt, ob man in einem reichen Land geboren wurde und/oder lebt, oder in einem Entwicklungsland“, kritisierte er.

In seinem Brief würdigte Harry diejenigen, die ihr Leben an AIDS verloren haben, und verwies auf die Bemühungen seiner Mutter Prinzessin Diana, die bereits in den 80er und 90er Jahren darauf hingearbeitet hatte, das Stigma um AIDS und HIV zu beenden. „Meine Mutter wäre Ihnen zutiefst dankbar für alles, wofür Sie stehen und was Sie erreicht haben. Wir alle teilen diese Dankbarkeit, also vielen Dank“, schloss der Prinz seine Botschaft.

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