Schon lange hat Richy Müller (66) mit einem Künstler-Vornamen Frieden geschlossen, aber viele wissen gar nicht mehr, wie sein richtiger Name lautet.

Der Name kam von den Fans

Hans-Jürgen ist, sagen wir mal, ein ordentlicher deutscher Name. Aber er hatte keine Chance gegen das coole "Richy". 1979 gab der 'Tatort'-Star sein Schauspieldebüt in 'Die große Flatter' als Serienfigur Richy, und dieser Name passte. So sehr, dass Zuschauer*innen gleich den Namen für den Darsteller übernahmen. "'Die große Flatter' hatte 27 Millionen Zuschauer. Und danach war ich auf der Straße nicht mehr Hans-Jürgen, sondern nur noch der Richy", erinnert sich der gebürtige Mannheimer gegenüber der 'BZ'. "Nach einem Jahr Dementi musste ich damit leben und habe es als meinen Künstlernamen gewählt." Und er ist ja gut damit in seiner Karriere gefahren, auch wenn er nach eigenen Angaben "nie aufs Geld geschielt" hat.

Richy Müller kann guten Gewissens auf seinen Beruf blicken

Für ihn war es immer wichtiger, dass die Rollen stimmten und so kann er nach 45 Jahren in der Branche sagen "Ich hab mich nicht verbrannt". Das hat auch etwas damit zu tun, dass sich der Fernsehstar nie total in seinen Job hineingesteigert hat. "Wenn man innerlich von dem Beruf lebt, müsste man permanent arbeiten, um sich wohl zu fühlen", befand Richy Müller unlängst gegenüber den 'Stuttgarter Nachrichten'. "Nein, die privaten Dinge sind die wichtigen – und das man Bescheidenheit und Demut lebt und zufrieden ist mit dem, was man hat." Auch wenn einen niemand mehr mit dem eigentlichen Vornamen kennt, aber das ist ein Preis, den Richy Müller bestimmt bereit ist zu zahlen.

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