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Rock meets Pop: Die Manic Street Preachers melden sich zurück

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Die britische Kult-Rockband Manic Street Preachers ist zurück. Das neue Album heißt „Resistance Is Futile“ (dt. Widerstand ist zwecklos) und erscheint am heutigen Freitag (13. April, Sony Music). Für Fans ist es ein Muss, denn stilmäßig ist es definitiv ein Band-Klassiker, was sich gleich beim ersten Track, „A Song for the Sadness“, zeigt. Auch in weiteren Tracks gibt es immer mal wieder erfreuliche Referenzen an die eigene Vergangenheit. Obgleich sich ziemlich viel Pop unter die Rock-Klänge mischt. Bei straighten Rock-Stücken wie „Sequels of Forgotten Wars“ ist es dann aber genau andersherum.

Die walisische Band gilt nach wie vor als eine der wichtigsten britischen Rockgruppen. Und obwohl die Herren Musiker stramm auf die 50 zugehen, können Sie auch schnell, tanzbar und wütend immer noch sehr gut, wie „Broken Algorithm“ beweist. Ein besonders melodisches Ausnahmestück auf der neuen Platte ist sicherlich „People Give In“. Dieser Track knüpft an so beliebte Stücke wie „Motorcycle Emptiness“ (1992) an.

Textlich präsentieren die Manic Street Preachers eine bunte Mischung: Es geht um die Liebe, persönliche Beziehungen und den Einfluss, den das Brexit-Referendum 2016 auf das Zwischenmenschliche hat. Aber es geht auch um gesellschaftliche Themen wie quälend langweilige Parteipolitik oder ausbeuterische Firmen…

Dramatische Bandgeschichte

Für alle, die sich noch nicht näher mit den Manic Street Preachers beschäftigt haben, kommen hier ein paar Eckdaten zur Bandhistorie. Gegründet wurde die Band 1986 als Betty Blue von Sänger und Gitarrist James Dean Bradfield (49), Texter, Bassist und Sänger Nicky Wire (49) sowie Schlagzeuger, Komponist und Trompeter Sean Moore (49). Das vierte Gründungsmitglied, Richey James Edwards (*1967), verschwand vor 23 Jahren spurlos. Er litt an Depressionen und nachdem man sein Auto in der Nähe einer Brücke fand, stand bald die Vermutung im Raum, er habe sich das Leben genommen. Von 1995 bis 2008 galt er dennoch als verschollen.

2008 ließen seine Eltern ihn gerichtlich für tot erklären. Laut „exclaim.ca“ kommentierte die Band die Entscheidung der Eltern damals so: „Wir alle träumen davon, dass Richey eines Tages zurückkommen wird. Du hoffst, dass er immer noch irgendwo ist. Aber es ist keine realistische Hoffnung mehr und wenn das [für Tod erklären] eine Art von Abschluss bringt, wird sich die Band damit zufrieden geben.“

Noch vor diesem großen Drama der Bandgeschichte hatten sich die Musiker im Jahr 1992 in Manic Street Preachers umbenannt. Der ganz großer Erfolg kam kurz nach Richey James Edwards Verschwinden: Bei den Brit Awards 1996 und 1999 gewann die Band jeweils die beiden Preise „Beste Band“ und „Bestes Album“ für die Alben „Everything Must Go“ (1996) und „This Is My Truth Tell Me Yours“ (1999).

Zuverlässige UK-Chart-Stürmer

Bis auf das Debütalbum „Generation Terrorists“ (1992) und „Lifeblood“ (2004), die in den britischen Charts immerhin auf Platz 13 kletterten, landeten alle weiteren zehn Platten weit oben in den Top Ten. Wo das am heutigen Freitag veröffentlichte 13. Studioalbum landet, bleibt abzuwarten.

Die höchste Platzierung eines ihrer Alben in Deutschland schafften die Manic Street Preachers bislang mit „Know Your Enemy“: Im Jahr 2001 landeten die Briten damit auf Platz 13. Und diese drei Singles enterten ebenfalls die deutschen Charts: „If You Tolerate This Your Children Will Be Next“ (1998), „The Everlasting“ (1998) und „So Why So Sad“ (2001).

Zwei Konzerte in Deutschland

Passend zum neuen Album kündigte die Band auch eine ausgedehnte Tour an. Ab 23. April spielen sie erstmal auf der Insel: London, Glasgow und Co. Am 3. Juni machen sie dann aber im Berliner Olympiastadion Station. Und in der Veltins Arena in Gelsenkirchen spielen sie am 12. Juni. Danach stehen europaweite Festivals auf dem Tourneeplan…

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