Rose-Tattoo-Sänger Angry Anderson ist mit 79 Jahren gestorben

Große Trauer um eine australische Rocklegende: Angry Anderson ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Erst im August hatte der Rose-Tattoo-Frontmann während der Europatournee einen Herzstillstand erlitten und war in Deutschland behandelt worden.

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Rose-Tattoo-Sänger Angry Anderson Anfang August bei einem Auftritt in Norwegen.
Rose-Tattoo-Sänger Angry Anderson Anfang August bei einem Auftritt in Norwegen. Foto: imago/Gonzales Photo / Gonzales Photo/Terje Dokken

Die australische Rockwelt trauert um Gary "Angry" Anderson. Der Frontmann der legendären Hardrockband Rose Tattoo ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Das teilten seine Familie und die Band am Mittwoch in einem gemeinsamen Statement auf Facebook mit. Anderson sei bereits am Montagabend, 21. September, im Kreis seiner Angehörigen in Australien gestorben.

"Angry war ein hingebungsvoller Vater und ein sehr geliebter Bandkollege, Freund und Teil der Musik- und Unterhaltungsbranche", heißt es in der Mitteilung. Sein Verlust werde von all jenen tief empfunden, die ihn in Australien und darüber hinaus gekannt und geliebt hätten. Familie und Band baten um Privatsphäre und kündigten an, vorerst keine Interviews zu geben. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

Herzstillstand während Europa-Tournee

Erst wenige Wochen zuvor hatte es bereits große Sorgen um den Musiker gegeben. Während der europäischen Abschiedstournee von Rose Tattoo erlitt Anderson im August einen Herzstillstand und musste in Deutschland in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Ein für den 9. August geplantes Konzert wurde abgesagt, einen Tag später strich die Band auch die restlichen Termine der Europatour. Rose Tattoo befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf ihrer "Rock'n'Roll Outlaws - One Last Ride"-Tour zum 50-jährigen Bestehen.

Anderson stieß noch im Gründungsjahr 1976 als Sänger zu Rose Tattoo und prägte mit seiner rauen Stimme und seinem markanten Auftreten über Jahrzehnte den Sound der Band. Zu den bekanntesten Songs der australischen Hardrocker zählen "Bad Boy for Love", "Rock 'n' Roll Outlaw", "We Can't Be Beaten" und "Nice Boys". Letzteren nahmen später auch Guns N' Roses auf.

Anderson war daneben auch als Solokünstler erfolgreich. Seine Ballade "Suddenly" entwickelte sich Ende der 1980er-Jahre zu einem internationalen Hit. Eigentlich sollte 2026 das große Abschiedsjahr von Rose Tattoo werden: Für Silvester war nach 50 Jahren Bandgeschichte das endgültig letzte Konzert geplant.

(dr/spot)