Sandra Bullock sprach 'bei jedem Perversen, den es gab' vor

Sandra Bullock hat offen über unangenehme Erfahrungen zu Beginn ihrer Schauspielkarriere gesprochen.

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Sandra Bullock sprach 'bei jedem Perversen, den es gab' vor
Foto: BANG Media International / Warner Bros / Getty Images

Sandra Bullock hat offen über unangenehme Erfahrungen zu Beginn ihrer Schauspielkarriere gesprochen.

Bevor sie in Hollywood den Durchbruch schaffte, arbeitete der heutige 'Practical Magic 2'-Star als Kellnerin in New York und absolvierte zahlreiche Castings – bei einigen wurde sie sogar dazu aufgefordert, ihre Hose auszuziehen.

In einem Gespräch mit Jennifer Aniston für das Magazin 'Interview' wurde Bullock gefragt, ob ihre Karriere das Ergebnis bewusster Entscheidungen gewesen sei oder sich eher zufällig entwickelt habe. "Ich war in New York, ich war Kellnerin, ich sprach bei jedem Perversen vor, den es gab", erinnerte sie sich. Wenn sie aufgefordert worden sei, ihre Hose herunterzulassen, habe ihre Reaktion allerdings festgestanden: "Nö, nicht die richtige Rolle für mich."

Stattdessen arbeitete sich Bullock Stück für Stück nach oben. Gerade zu Beginn einer Schauspielkarriere sei die Angst groß, möglicherweise nie wieder engagiert zu werden. Deshalb nehme man viele der Möglichkeiten an, die sich bieten, und versuche, das Beste daraus zu machen.

Eine bewusste Richtungsentscheidung traf Bullock nach eigener Aussage erst, als sie genug von romantischen Komödien hatte. "Ich muss jetzt mit den Rom-Coms aufhören", habe sie sich damals gesagt. Die Schauspielerin wollte andere Seiten ihres Könnens zeigen und entschied sich deshalb unter anderem für eine Rolle in 'Crash'. "Es war ein genialer Film. Ich wollte anfangen, andere Muskeln spielen zu lassen", erklärte der 'Speed'-Star. Der Wechsel zu dramatischeren Stoffen wurde zu einem wichtigen Schritt in ihrer Karriere.

Gleichzeitig versucht Bullock seit ihrem Aufstieg zum Hollywoodstar, ihr Privatleben so gut wie möglich zu schützen. Sie sei bereits als Kind "wahnsinnig privat" gewesen und habe damit sogar ihre Mutter in den Wahnsinn getrieben. Dabei bedeutet ihr Bedürfnis nach Privatsphäre keineswegs, dass sie ungern unter Menschen ist. Besonders wohl fühle sie sich in einem vertrauten Kreis. "Nichts macht mich glücklicher, als zu dir nach Hause zu kommen und mit allen zusammen abzuhängen", sagte sie zu Aniston. Schwieriger werde es für sie, wenn andere ihre Privatsphäre nähmen und daraus ein Geschäft machten.

Auch die Öffentlichkeit, die mit ihrem Beruf einhergeht, akzeptiert Bullock grundsätzlich. Schließlich gehöre es zur Arbeit einer Schauspielerin, Filme zu präsentieren und über ihre Geschichten zu sprechen. Interviews empfinde sie deshalb gar nicht als besonders unangenehm. Was sie dagegen bis heute nicht mag, ist das Posieren auf dem roten Teppich. "Ich möchte Zendaya sein, aber ich werde niemals Zendaya sein", scherzte Bullock. Im Vergleich zu ihr sehe sie sich eher als "Zendayas Schuhputzerin". Über ihre Kollegin fügte sie anerkennend hinzu: "Sie ist großartig."