Schiri-Legende Urs Meier entgeht nur knapp Zug-Katastrophe in Spanien
Eigentlich wollten Urs Meier und seine Familie einen früheren Zug nehmen, doch dann entschieden sie sich anders. Nach der schweren Zugkatastrophe in Spanien schildert der ehemalige FIFA-Schiedsrichter seine Erlebnisse. Seine Ehefrau Andrea spricht von "unglaublichem Glück".
"Manchmal sind Glück und Pech ganz, ganz nah beieinander." Mit diesen nachdenklichen Worten meldet sich Urs Meier (67) nach dem schweren Zugunglück in Spanien zu Wort. Der ehemalige Schweizer FIFA-Schiedsrichter war am Mittwoch selbst mit seiner Familie in einem Hochgeschwindigkeitszug unterwegs. Auf Instagram schildert der frühere ZDF-Fußballexperte, wie er die Ereignisse erlebt hat. "Hätte man einfach einen Zug früher genommen. Ja, das ist oft das Schicksal", sagt Meier rückblickend.
In einem Instagram-Video berichtet Meier, dass er mit seiner Familie um 8:52 Uhr einen Hochgeschwindigkeitszug von Málaga nach Madrid genommen habe. Nur wenige Minuten später ereignete sich auf der Bahnstrecke zwischen Madrid und Andalusien ein schwerer Zusammenstoß zweier Züge. "Genau auf dieser Strecke ist einen Zug vor uns ein großer Unfall passiert", erklärt der Schweizer.
Urs Meiers Frau spricht von "unglaublichem Glück"
Dass die Familie ursprünglich andere Reisepläne hatte, bestätigt Meiers Ehefrau Andrea in einem Kommentar unter dem Beitrag. "Wir hatten wirklich unglaubliches Glück", schreibt sie. "Wir waren nur einen Zug später auf genau derselben Strecke unterwegs. Wir wollten eigentlich den Zug früher nehmen, aber schlussendlich entschieden wir uns für den späteren."
Es ist kaum in Worte zu fassen, wie nah Glück und Unglück manchmal beieinanderliegen", schreibt sie weiter. "Wir sind unendlich dankbar und gleichzeitig tief betroffen von dem, was passiert ist. Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen und ihren Familien." Infolge des Unglücks seien Urs Meier und seine Familie zunächst gestrandet, berichtet Meier. Angesichts der schweren Katastrophe sei das allerdings nebensächlich.
Zahlreiche Tote bei Zugunglück in Spanien
Bei dem schweren Unglück waren am Mittwochmorgen gegen 8:54 Uhr nahe der Ortschaft Urda in der spanischen Provinz Toledo zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidiert. Ein Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe war auf einen stehenden Zug des privaten Anbieters Iryo aufgefahren. Beide Züge waren zwischen Madrid und Sevilla in südlicher Richtung unterwegs.
Nach Angaben der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha kamen mindestens 64 Menschen ums Leben, rund 180 weitere wurden laut Angaben des Zivilschutzes verletzt. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte.
(dr/spot)