Sean "Diddy" Combs: Kopfverletzung stammte von Streit mit Drogenboss

Sean "Diddy" Combs wurde am vergangenen Wochenende kurzzeitig aus dem Gefängnis ins Krankenhaus eingeliefert. Seine Kopfverletzung soll von einer Auseinandersetzung mit einem Mithäftling stammen, einem jamaikanischen Drogenboss.

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Sean "Diddy" Combs sitzt voraussichtlich noch bis März 2028 im Gefängnis.
Sean "Diddy" Combs sitzt voraussichtlich noch bis März 2028 im Gefängnis. Foto: IMAGO/MediaPunch

Sean "Diddy" Combs (56) soll sich seine Kopfverletzung bei einem Kampf mit dem jamaikanischen Drogenboss Christopher Coke zugezogen haben. Das berichtet das US-Portal "TMZ" unter Berufung auf mehrere Quellen im Bundesgefängnis FCI Fort Dix in New Jersey. Der ehemalige Musikmogul war am vergangenen Samstagmorgen wegen der Verletzung kurzzeitig mit einem Krankenwagen in die Klinik eingeliefert worden.

Streit wegen Razzien

Demnach gerieten Combs und Coke, der unter dem Spitznamen "Dudus" bekannt ist, am Freitag (9. Oktober) außerhalb ihrer Zellen aneinander. Der Grund für die Prügelei ist gemäß den Quellen eine Enthüllung von NBC News: Der Sender hatte über das angebliche Luxusleben von Combs hinter Gittern berichtet. Mitgefangene sollen für ihn gekocht und geputzt haben, außerdem war von Massagen und geschmuggelten Handys die Rede. Seitdem seien "Dudus" und viele andere Insassen wütend auf den Rapper.

Mindestens zweimal habe es Razzien gegeben, bei denen Handys beschlagnahmt wurden, auch das von Coke. Der Jamaikaner verbüßt seit 2012 eine Haftstrafe von 23 Jahren.

Zwei Wochen Einzelhaft

Für beide Männer hat der Kampf Folgen: Laut "TMZ" kamen sie zur Strafe für zwei Wochen in die Special Housing Unit, also in Einzelhaft. Für Combs ändert sich damit wenig: Wegen des NBC-Berichts saß er dort ohnehin schon ein.

Seine Kopfverletzung war am Ende nicht lebensbedrohlich. Wie eine Quelle gegenüber "People" schilderte, wurde Combs noch am selben Tag nach Fort Dix zurückgebracht. Sein Sprecher Juda Engelmayer hatte nach dem Klinikaufenthalt erklärt: "Seans Gesundheit und sein Wohlergehen stehen für uns an erster Stelle. Wir danken allen, die sich bei uns gemeldet haben."

Der Gründer von Bad Boy Records war 2025 in zwei Anklagepunkten wegen Beförderung zum Zweck der Prostitution schuldig gesprochen worden, von schwereren Vorwürfen wurde er freigesprochen. Seine Strafe beträgt 50 Monate, seine Zeit in U-Haft wird ihm angerechnet. Nach aktuellem Stand kommt er am 2. März 2028 frei.

(eyn/spot)