Senta Berger: Keine Wahl bei Rollen

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Senta Berger, Michaela May und Diana Körner klagen über die Altersdiskriminierung in Deutschland.
Die drei Schauspielkolleginnen finden es ungerecht, wie mit älteren Schauspielern Deutschland umgegangen wird. Die 77-jährige Berger findet es vor allem schwer, keine große Auswahl bezüglich möglichen Rollen mehr zu haben. Im Interview mit ‘Meins’ verrät sie: "Ich möchte eigentlich noch nicht in Rente gehen, aber bestimmte Rollen kommen für mich nicht mehr infrage – das sehe ich ganz realistisch! Traurig bin ich überhaupt nicht darüber. Ich trete in ein anderes Kapitel meines Lebens ein. Das ist eine ganz schöne Entwicklung, und ich bin dankbar dafür, dass ich die noch erleben kann."

Michaela May geht dabei sogar noch einen Schritt weiter und äußert Gesellschaftskritik. "Unser Problem ist, dass die Großfamilie ausgedient hat. Dadurch geht die Sensibilität für ältere Menschen zunehmend verloren. Es muss einen riesigen Ruck geben in der Ausbildung", bekräftigt die 66-Jährige. "Wir sind nur auf Leistung gepolt und nicht auf Sozialstrukturen und Herzensbildung. Wir müssen die Wahrnehmung der Älteren fördern. In England müssen Jugendliche in Altenheime gehen, um sich mit älteren Menschen zu unterhalten. Das wäre eine tolle Idee für uns hier!"

Diana Körner stimmt ihren Kolleginnen dabei in allen Punkten zu und ergänzt: "Die Filmrollen liegen für Frauen in meinem Alter nicht mehr auf der Straße. Aber viel gravierender finde ich diese Armutswelle, die quer durch meine Generation geht. Dass unser Land Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, so alleinlässt, ist eine Schande."

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