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St. Vincent: Niemand lebt fehlerfrei

St. Vincent ist sich sicher, dass noch niemand ein „fehlerfreies Leben“ gelebt habe.
Die ‚Daddy‘s Home‘-Hitmacherin, deren Vater ins Gefängnis kam, was die Inspiration für ihr neues Album war, hat die „Cancel Culture“ – auf Deutsch auch Absage- oder Löschkultur – verurteilt. Diese steht als Schlagwort für das Phänomen, dass Personen oder Organisationen, denen diskriminierende Aussagen vorgeworfen werden, ausgeschlossen oder vorschnell verurteilt werden. Die Musikerin erklärte nun im Gespräch mit dem ‚NME‘-Magazin: „Ich weiß nicht, wer unter uns ein makelloses Leben geführt hat. Finde mir die Person, die ein fehlerfreies Leben oder ein Leben ohne Kampf geführt hat. Ich glaube nicht, dass das möglich ist.“

St. Vincent wuchs in Dallas, Texas auf und beschrieb die Religion dort als „die vorherrschende Mythologie des Ortes“. Sie gab zu, dass sie sich noch immer darüber ärgert, auf welche Weise die Religion präsent war. „Wenn ich dergleichen in unserer modernen Welt – unseren modernen sozialen Medien – sehe, dann denke ich nur: ‚Urgh, das habe ich schon einmal gesehen.‘ Das kommt mir seltsam vor.“ St. Vincent will einige dieser neuen Themen mit ihrer Musik diskutieren. „Ich wollte Geschichten von fehlerhaften Menschen erzählen, die ihr Bestes geben, um zu überleben, und mit Humor, Mitgefühl und ohne Verurteilung über den menschlichen Zustand schreiben. Niemand ist perfekt und die Menschen machen Fehler und Menschen können sich verändern. Wenn wir das nicht für möglich halten, dann weiß ich nicht, was wir tun.“

Foto: Bang Showbiz

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