Streit um Elvis-Songs: Rechteinhaber verklagen KI-Firma Anthropic

Anthropic soll seine KI-Modelle wie Claude mit Songs von Elvis Presley trainiert haben. Die Rechteinhaber verklagen das Unternehmen deswegen. Es geht um Millionen.

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Die Stimme von Elvis Presley ist auch lange nach seinem Tod gefragt.
Die Stimme von Elvis Presley ist auch lange nach seinem Tod gefragt. Foto: imago/Hollywood Photo Archive

Die Rechteinhaber der Songs von Elvis Presley (1935-1977) haben das KI-Unternehmen Anthropic verklagt. Dies berichtet das US-Magazin "Billboard". Der Grund: Die Firma hinter dem KI-Bot Claude soll unerlaubterweise ihre Modelle mit den Songs des King of Rock 'n' Roll trainiert haben.

Laut der Klageschrift fütterte Anthropic die KI mit 274 Songs von Elvis Presley. Darunter sollen urheberrechtlich geschützte Musikwerke wie "Can't Help Falling in Love" und "Don't Be Cruel" gewesen sein.

Für jeden der Songs fordern die Kläger 150.000 Dollar. Insgesamt kommt so ein Volumen von weit über 40 Millionen US-Dollar zusammen.

"Gesamtes Geschäftsmodell auf Urheberrechtsverletzungen aufgebaut"

"Die Kläger erheben diese Klage, um diese ausschließlichen Rechte gegenüber dem Beklagten durchzusetzen, der sein gesamtes Geschäftsmodell auf Urheberrechtsverletzungen in einem bisher beispiellosen Ausmaß aufgebaut hat", heißt es in dem Dokument.

Hinter der Klage steckt die Authentic Brands Group. Das US-Unternehmen besitzt die Persönlichkeits- und Namensrechte von vielen Prominenten und Marken und vermarktet sie über Lizenzpartner. Mehrere andere Institutionen, die Rechte an Elvis Presley besitzen, haben sich der Klage angeschlossen.

Bedeutendstes Verfahren um Einzelkünstler

Laut "Billboard" handelt es sich um das bedeutendste Verfahren gegen eine KI-Firma, was einen einzelnen Künstler betrifft.

Bisher hatten vor allem Musikverlage gegen die unerlaubte Nutzung geschützter Inhalte geklagt. So haben die beiden Musikgiganten Sony und Warner Anthropic im August dieses Jahres vor Gericht gezerrt. Auch der Branchenverband Recording Industry Association of America unterstützte schon juristisch Plattenfirmen, die gegen das Unternehmen vorgegangen sind.

Anthropic hat die Vorwürfe mittlerweile im Übrigen zurückgewiesen und angekündigt, sich vor Gericht umfassend zu verteidigen.

(smi/spot)