Sylvester Stallone war nach 'Rocky'-Oscar-Sieg 'traurig'

1977 gewann 'Rocky' den Oscar als bester Film - doch Hauptdarsteller Sylvester Stallone reagierte anders als erwartet.

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Sylvester Stallone war nach 'Rocky'-Oscar-Sieg 'traurig'
Foto: BANG Media International / Avalon

Sylvester Stallone war "traurig", als 'Rocky' bei der Oscar-Verleihung 1977 als bester Film ausgezeichnet wurde.

Der Hollywood-Star hatte mit dem legendären Boxerfilm zwar den wichtigsten Preis des Abends gewonnen, doch die Freude über den Erfolg blieb für ihn aus. 'Rocky' setzte sich damals unter anderem gegen 'Taxi Driver' und 'Die Unbestechlichen' durch. Stallone erklärte im Gespräch mit 'CBS Sunday Morning', er habe zunächst überhaupt nicht mit einem Sieg gerechnet. Sogar andere Drehbuchautoren, die mit ihm im Wettbewerb standen, hätten ihm versichert, dass der Film keine Chance habe.

Als Jack Nicholson schließlich verkündete, dass 'Rocky' gewonnen hatte, hielt Stallone den Moment zunächst für einen Scherz. "Ich dachte: 'Das kann nicht sein. Wir werden niemals gewinnen'", räumte der 80-Jährige ein. Statt sich über den Triumph zu freuen, hätte er sich am liebsten in seinem Sitz verkrochen. "Es war nicht so, dass ich mich euphorisch fühlte. Ich war sogar ein bisschen traurig, weil ich wollte, dass es ein festlicher Moment mit der Familie wird", schilderte der 'Rambo'-Darsteller.

Für ihn habe der Abend eigentlich mit einem gemeinsamen "Wir haben es geschafft" verbunden sein sollen. "Und stattdessen war es eher: 'Nein'", gestand er. Stallone ergänzte, dass er erst später verstanden habe, welche Bedeutung dieser Moment für ihn hatte: "Dann wurde mir klar, dass die einzige Liebe, die ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben wirklich empfinden würde, die Liebe der Menschen sein würde, die im Dunkeln sitzen. Versteht ihr, was ich meine?"

Seine Eltern waren bei der Oscar-Verleihung nicht an seiner Seite. Bereits im Dezember 2025 erklärte Stallone gegenüber Gayle King bei 'CBS Mornings', dass er diesen Schmerz bis heute nicht überwunden habe. Der Moment sei zunächst überwältigend gewesen, anschließend aber sehr traurig, weil er sich gewünscht habe, dass die Menschen, von denen er geliebt werden wollte, mit ihm feiern würden.

Stallone betonte, dass ihn die Erfahrung bis heute begleite. Eltern müssten sich bewusst sein, welchen Einfluss sie auf ihre Kinder hätten: Diese seien wie weicher Ton, den man formen, verletzen oder beschädigen könne. "Ich trage das immer noch mit mir herum. Und ich wünschte, ich könnte es nicht. Ich bete und tue alles, aber es ist immer da", offenbarte der Schauspieler.