Thomas Markle soll in ein Heim für Demenzkranke verlegt worden sein
Der Umzug von Thomas Markle in eine spezialisierte Einrichtung für Demenzkranke könnte die Ermittlungen des FBI gegen ihn erschweren.
Thomas Markle (82), der Vater von Herzogin Meghan (45), soll in ein Pflegeheim für Demenzkranke verlegt worden sein. Der 82-Jährige wurde nach Angaben der Zeitung "The Sun" am Freitag in die Einrichtung in Florida gebracht, die auf die Betreuung von Menschen mit Gedächtnisstörungen spezialisiert ist.
Der Umzug könnte Medienberichten zufolge die Ermittlungen des FBI gegen ihn wegen des Verdachts auf Sexualstraftaten erschweren. Die US-Bundespolizei ermittelt, nachdem Markles Sohn Thomas Markle Jr. (60) behauptet hatte, im Haus seines Vaters auf den Philippinen Lagerboxen mit zahlreichen Bildern von angeblichem Kindesmissbrauch gefunden zu haben.
Vergangene Woche soll zudem weiteres Material in einem Lagerraum entdeckt worden sein, den Thomas Markle Sr. angeblich in Rosarito in Mexiko angemietet hatte. Thomas Markle weist alle Anschuldigungen zurück. Die Vorwürfe bezeichnete er als "Lügen".
Medienberichten zufolge dürfte eine Auslieferung auf die Philippinen unwahrscheinlich sein, da Markle schon seit dem Frühjahr in einer Reha-Einrichtung in Florida lebte. Ihm war nach einer Erkrankung ein Bein amputiert worden. Eine Demenzdiagnose und damit verbundene kognitive Einschränkungen würden für die Polizei nun auch in den USA zusätzliche rechtliche Hürden bei einer Befragung darstellen.
Meghan wollte Vorwürfe schon 2019 öffentlich machen
Scotland Yard bestätigte unterdessen, dass die britischen Behörden damit begonnen haben, das FBI über Anschuldigungen zu informieren, die in einem Brief von Roslyn Loveless, der ersten Ehefrau von Thomas Markle Sr., vom Januar 2019 erhoben worden waren. In dem Brief wird ihm laut Medienberichten ebenfalls Kindesmissbrauch vorgeworfen.
Auch Herzogin Meghan erhielt im Januar 2019 Loveless' Brief. Die 45-Jährige, die seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater hat, wollte offenbar bereits damals mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehen.
Ein Beamter der Abteilung für den Schutz der königlichen Familie der Metropolitan Police soll ihr davon abgeraten haben, die Vorwürfe öffentlich zu machen. Das berichtet die "Times". Meghan sei von dem Beamten gesagt worden: "Überlassen Sie das uns, wir werden die Sache untersuchen."
Auch Königshaus-Mitarbeiter wussten nicht Bescheid
Meghan stand damals in der Kritik, weil sie den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen hatte. Inzwischen versucht die Polizei offenbar, den betreffenden Beamten zu identifizieren und ausfindig zu machen. Auch ranghohe Mitarbeiter des Königshauses sollen über die schwerwiegenden Vorwürfe nicht informiert worden sein.
Wie die "Times" berichtet, waren selbst die damalige Polizeichefin Cressida Dick und ihr Stellvertreter nicht über den Inhalt des Briefes in Kenntnis gesetzt worden. Eine Quelle behauptete, der Beamte habe das Ausmaß der Anschuldigungen nicht erkannt und es versäumt, das Schreiben an seine Vorgesetzten weiterzuleiten.
Herzogin Meghan äußerte sich Ende Oktober
Herzogin Meghan hat sich Ende Oktober nach Bekanntwerden der schweren Vorwürfe gegen ihren Vater geäußert. In ihrer Stellungnahme für das US-Magazin "People" erklärte sie: "Die Nachrichten, die in den vergangenen 24 Stunden ans Licht gekommen sind, erschüttern mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei allen Kindern, die möglicherweise zu Schaden gekommen sind."
Sie äußerte sich auch zu der seit Jahren bestehenden Distanz zu ihrem Vater und dazu, dass sie ihm keinen Kontakt zu ihren Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) ermöglichen wollte. "Ich hoffe, dass nun verstanden wird, dass es trotz der verzerrten Darstellungen in einigen Medien über die Jahre hinweg nur einen Grund für meine Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung gab, ihm keinen Kontakt zu unseren Kindern zu ermöglichen: ihren Schutz", sagte sie.
Sie habe darauf vertraut, dass die Behörden auch andere Familien schützen würden. "Auch wenn das Ausmaß dessen, was nun ans Licht gekommen ist, erschütternder ist, als man es sich jemals vorstellen könnte, hoffe ich aufrichtig, dass der Gerechtigkeit vollständig Genüge getan wird und die Sicherheit und der Schutz unschuldiger Kinder weiterhin oberste Priorität haben", so die Herzogin.
Meghan ist das einzige gemeinsame Kind von Thomas Markle Sr. und Doria Ragland. Aus seiner ersten Ehe mit Roslyn Loveless hat er zwei weitere Kinder: Thomas Jr. und Samantha.
(hub/spot)