Till Brönner: Kritik an #allesdichtmachen ist völlig übertrieben

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Till Brönner (49) kann nachvollziehen, dass manche Menschen die Videoaktion #allesdichtmachen, die den Lockdown satirisch hinterfragen wollte, von rund 50 Stars aus Theater, Film und Fernsehen kritisch sehen. Doch dass einige sich in ihre Ablehnung so sehr hineinsteigern, dass sie Morddrohungen äußern, erschreckte den Jazzmusiker.

#allesdichtmachen ist nicht rechts

"Man kann Menschen wie Ulrich Tukur oder Jan-Josef Liefers nicht unterstellen, dass sie alle abgedriftet sind, sondern darf durchaus neugierig sein, warum gerade sie mit von der Partie waren", erklärte der Trompeter im Gespräch mit der 'Deutschen Presse-Agentur' im Hinblick auf die Zustimmung, die die satirischen Videos aus dem rechten Lager erfuhren. Und es sei geradezu absurd, dass man den Schauspielern unterstelle, dass sie Corona-Opfer verhöhnen wollten. In einer demokratischen Gesellschaft müsse eine offene Diskussion möglich sein, betonte Brönner, selbst wenn die Umsetzung vielleicht nicht ganz gelungen war: "Für demokratische Grautöne war aber offenbar kein Platz mehr und die Clips allein blieben die Pointe auch ein wenig schuldig, wenn wir ehrlich sind", sagte der Musiker.

Till Brönner fordert mehr Einsatz für die Kultur

Was er auch vermisst, ist die angekündigte Unterstützung für die durch die Pandemie gebeutelte Kultur- und Veranstaltungsbranche, die er unter anderem in einem Video forderte. "Ich wurde ins 'Heute Journal' und zu Anne Will eingeladen, wurde im Kulturausschuss des Bundestags als Sachverständiger gehört. Der Erdrutsch für die Kultur blieb aber ganz klar aus", klagt der Komponist. Die versprochenen Hilfe seien zu spät oder noch gar nicht angekommen. Das sei Deutschlands Ruf als Kulturnation nicht würdig, mahnt Till Brönner.

Bild: Horst Galuschka/picture-alliance/Cover Images

via Cover Media

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