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# Tom Cruise ruiniert (und rettet) die Welt: Die Kinotipps im Oktober
- URL: https://www.viply.de/news/tom-cruise-ruiniert-und-rettet-die-welt-die-kinotipps-im-oktober/
- Published: 2026-09-28T13:00:44.000Z
- Updated: 2026-09-28T13:02:04.000Z
- Description: Hausgemachter Weltuntergang, geheime Social-Media-Gefahren und die schöne Seite von KI: Das sind die Kinotipps im Oktober.
- Author: Redaktion
- Tags: Promi News, #spot

Der Kino-Oktober beschäftigt sich abwechslungsreich mit Themen, die aktueller nicht sein könnten. Die Satire "Digger" mit Tom Cruise (64) befasst sich auf schräge Weise mit der skrupellosen Umweltzerstörung zum Wohle des Profits. "The Social Reckoning" handelt vom gefährlichen Einfluss, den soziale Netzwerke auf die User haben können. Und der Sci-Fi-Streifen "Klara und die Sonne", basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Kazuo Ishiguro (71), greift auf philosophische Weise das allgegenwärtige Thema KI auf.

## "Digger", 1\. Oktober

Der ebenso in die Jahre gekommene wie steinreiche Ölmagnat Digger Rockwell (Tom Cruise) hat quasi im Alleingang dafür gesorgt, dass die Erde ihrem Untergang geweiht ist. Also, befindet zumindest der Präsident der Vereinigten Staaten, ist es auch an ihm gelegen, sie zu retten: "Digger hat uns in diese Scheiße geritten und Digger gräbt uns da auch wieder raus!"

**Einschätzung:**

"Auf große Kraft folgt große Leugnung": Die Marschroute für den neuen Film von Oscarpreisträger Alejandro G. Iñárritu ist überdeutlich: "Digger" ist unverhohlene Gesellschaftskritik, die genüsslich bissig am Rande zur Farce rangiert. Der Streifen "Don't Look Up" mit Leonardo DiCaprio schießt einem etwa in den Kopf, wenn in "Digger" neben Tom Cruises Titelfigur auch die weltweite Obrigkeit erschreckend fahrig mit dem Ende der Welt umgeht. Apropos DiCaprio: Dem verhalf Iñárritu mit "The Revenant" bekanntlich zu seinem ersten Oscar. Gut möglich, dass Cruise, der sich in der Satire herrlich uneitel zeigt, bei den Academy Awards im kommenden Jahr auch nach einem Goldjungen gräbt.

## "The Social Reckoning", 8\. Oktober

Die junge Facebook-Ingenieurin Frances Haugen (Mikey Madison) wendet sich mit Insider-Wissen an Jeff Horwitz (Jeremy Allen White), einen Reporter des "Wall Street Journal". Sie begeben sich auf eine gefährliche Reise nach der Wahrheit, die schließlich dazu führt, dass die bestgehüteten Geheimnisse des sozialen Netzwerks von Mark Zuckerberg (Jeremy Strong) aufgedeckt werden.

**Einschätzung:**

Nachdem in "The Social Network" noch Jesse Eisenberg den Facebook-Gründer verkörperte, schlüpft nun "Succession"-Star Jeremy Strong in diese Rolle. Mehr als die Person Zuckerberg steht nun Facebook selbst im Zentrum. Eine investigative Artikelserie hatte 2021 offengelegt, welche schädlichen Folgen das soziale Netzwerk für Jugendliche haben kann und welche Rolle es bei der Verbreitung von Falschinformationen spielte. Auf Basis dieser realen Begebenheiten verfasste Aaron Sorkin sein Drehbuch zu "The Social Reckoning", das er auch gleich selbst als Regisseur verantwortete. Beim Vorgänger, für den er ebenfalls das Skript verfasste, hatte noch David Fincher auf dem Regiestuhl gesessen.

## "Klara und die Sonne", 29\. Oktober

Klara (Jenna Ortega) ist eine sogenannte "künstliche Freundin" und wünscht sich nichts sehnlicher, als das perfekte Zuhause zu finden. Als Klara Josie (Mia Tharia) begegnet, spürt jede von ihnen sofort, dass sie Seelenverwandte sind. Josie hat ein angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter (Amy Adams) und beide haben einen schweren Verlust erlitten, doch Klaras unschuldiges Staunen und ihre unerschütterliche Loyalität beginnen die Familie zu heilen und Licht in Josies komplizierte Welt zu bringen.

**Einschätzung:**

Der Begriff "Künstliche Intelligenz" ist längst zum Reizwort geworden. Auch in seinem Bestseller zeichnet Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro eine dystopische Zukunft. Und dennoch blickt Klara mit unschuldigen, bewundernden Augen nur auf das Schöne in ihr. Nur, weil sie darauf programmiert wurde - oder weil sich doch bewusst dazu entschlossen hat? Das Buch ist vollständig aus der Sicht der künstlichen Titelfigur geschrieben. Nicht der menschliche Blick auf die KI steht folglich im Mittelpunkt, "Klara und die Sonne" dreht die Perspektive um 180 Grad. Wenn es der Film von Taika Waititi vermag, die bitterzarte Melancholie der Vorlage einzufangen, steht ein ebenso sehenswerter wie rührender Kinobesuch an.

(stk/spot)