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Toni Braxton ist zurück – doch wer braucht das eigentlich noch?

Wusstest Du schon...

Verlierer des Tages

2018 soll das Jahr der Toni Braxton (50, „Un-Break My Heart“) werden. Privat ist mittlerweile alles in Butter. Erst kürzlich gab sie ihre Verlobung mit Rapper Birdman bekannt. Und auch beruflich will die Soul-Diva wieder durchstarten. Pünktlich zu ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum erscheint Braxtons neues Solo-Album „Sex and Cigarettes“. Das erste seit acht Jahren und von ihr höchstpersönlich co-geschrieben sowie co-produziert. Doch kann sie damit an die guten alten Zeiten anknüpfen?

Ende der 90er war alles besser

Eines vorweg: Nein, kann sie nicht. Denn „Sex and Cigarettes“ macht deutlich, warum Braxton spätestens seit ihrem 2000 erschienenen Album „The Heat“ musikalisch eigentlich keine wirklich große Rolle mehr im Pop-Business spielt. Sie hat einfach verpasst, ihre Songs ins Hier und Jetzt zu befördern. Arrangements und Sounds: Alles klingt furchtbar angestaubt, als wäre die Musik-Zeit-Rechnung im Jahr 1996 stehen geblieben.

Sicher ist ihre warme Soul-Stimme immer noch über jeden Zweifel erhaben, doch Herzschmerz-Piano-Balladen oder seidige Midtempo-Nummern wie die vorab veröffentlichte Single „Long As I Live“ gab es eben schon Ende der 90er wie Sand am Meer und dazu auch noch besser. Eine etwas modernere Herangehensweise hätte im Grunde allen acht Songs auf dem Album gut getan. Stattdessen verlässt Braxton ihr althergebrachtes Fahrwasser nicht.

Große Hits? Fehlanzeige!

Mal ganz davon abgesehen sind acht Songs mit etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit schon etwas frech. Da hätte man nach acht Jahren Funkstille doch etwas mehr erwartet. Vielleicht wäre es Braxton mit mehr Material dann auch gelungen, einen lupenreinen Hit abzuliefern. Den sucht man auf „Sex and Cigarettes“ vergeblich. Das ganze Album plätschert nur so vor sich hin und zieht ohne nennenswerten Höhepunkt vorbei.

Eine glorreiche Vergangenheit mit sieben Grammys hin oder her: Mit „Sex and Cigarettes“ lockt Braxton 2018 niemand mehr hinterm Ofen hervor. Mal sehen, ob sich das schwache Album auch auf die Ticket-Verkäufe ihrer für den Frühling angekündigten Tour auswirken wird.

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