Torsten Sträter: Komiker lästert über Frisur von Friedrich Merz
Torsten Sträter hat sich in einem neuen Interview auch über die deutsche Politik geäußert - und auf die vergangenen Monate und seine Krebserkrankung zurückgeblickt.
Auf der Comedy-Bühne hält sich Torsten Sträter (60) mit politischen Witzen meist zurück. Privat hat der Comedian allerdings eine klare Meinung. Bundeskanzler Friedrich Merz (70) attestiert er im Interview mit dem "stern" eine "leichte Überforderung". Er wirft ihm vor, "nicht allzu viel zu machen. Weil: Wer nichts macht, macht auch nichts verkehrt".
Wenn Merz Entscheidungen treffe, seien diese oft "katastrophal oder senden ein falsches Signal". Auch dessen Frisur bekommt ihr Fett weg. "Dann rasiert den Rest halt ab!", lästert Sträter.
Deutliche Worte findet der Komiker auch für die AfD. Er halte die Partei für "menschenverachtend", ihr Personal für "dubios". Doch im gleichen Atemzug erklärt er: "Ich werde vermutlich keinen verkappten AfD-Wähler davon abhalten, diese Partei zu wählen, indem ich den Finger in die Luft reiße. Ich bin nicht der Beauftragte für politische Bildung. Das können andere besser."
Torsten Sträter zeigt sich dankbar
Im Interview spricht Sträter auch über seine Krebserkrankung. Bereits im September hatte er im "Kölner Treff" erklärt, derzeit krebsfrei zu sein. Nun blickt er auf seine Chemotherapie zurück: "Ich habe das alarmierend gut vertragen", so Sträter wörtlich. Damit wolle er jedoch die Erfahrungen anderer Patienten nicht schmälern.
Besonders dankbar ist Sträter dabei seinen Fans. Seiner Bekanntheit habe er es wohl zu verdanken, dass er schnell medizinisch versorgt wurde, vermutet der Komiker. "Wir lassen ihn nicht sechs Wochen warten auf einen CT-Termin", haben sich möglicherweise zuständige Personen gedacht. Und: "Vielleicht sollten wir den Sträter mal erhalten, koste es, was es wolle." Doch solcherlei Gedanken schränkt er auch mit dem Satz ein: "Das war sicher ein wenig zu dick aufgetragen."
Ein schwieriges Jahr liegt hinter ihm
Sträter hat gesundheitlich ein schwieriges Jahr hinter sich. Bereits im Januar musste er zahlreiche Auftritte absagen. Im April machte er seine Tumorerkrankung öffentlich. Im Mai kehrte er auf die Bühne zurück. Im Juli berichtete er zudem von einer Diabetes-Diagnose, die ihn zu einer Ernährungsumstellung bewegt hatte.
Beruflich blickt Sträter wieder nach vorne: Mit seinem neuen Comedyprogramm "Die Zyklopen von Saint-Tropez" tourt er aktuell durch Deutschland.
(lau/spot)