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Tränenreicher Prozessauftakt um Bill Cosby

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Überraschend gut gelaunt ist Schauspieler und Bill Cosby (79) beim Auftakt seines Gerichtsprozesses vor unzähligen Fotografen erschienen. An seiner Seite stützte ihn seine ehemalige TV-Tochter, die Schauspielerin Keshia Knight Pulliam (38). Sie spielte in der „Cosby Show“ das Nesthäkchen Rudy Huxtable. Der Gegenseite, die schwere Vorwürfe gegen den einstigen TV-Star erhebt, machte der Prozessauftakt sichtlich mehr zu schaffen. Unter Tränen wurde die erste Zeugin zu den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs durch Cosby vernommen, wie die Seite „NBC News“ berichtet.

Aggressive Verteidigung

Für die Tränen dürfte zumindest zum Teil auch die Vorgehensweise von Cosbys Anwalt gesorgt haben, Brian McMonagle. Dem Juristen wird ein sehr aggressiver Stil nachgesagt, auch die erste Zeugin Kelly Johnson bekam das zu spüren. In schneller Abfolge habe er ihr zahlreiche Fragen gestellt und ihre Erinnerung angezweifelt. „Ich erinnere mich daran, wie er hinter mir war und Grunzlaute machte. Ich erinnere mich daran, wie ich versuchte, mein Kleid hochzuziehen, um mich zu bedecken, aber ich war dazu nicht in der Lage“, sagte Johnson unter Eid vor dem Montgomery County Court aus.

Daraufhin wollte McMonagle laut der „NBC News“ wissen, warum sie diese angebliche Attacke nicht unverzüglich bei der Polizei gemeldet habe. „Ich hatte Angst, weil ich ein Geheimnis über den damals größten Star der Welt kannte und ich war alleine. Nur ich und mein Wort gegen seines“, erwiderte Johnson.

Klägerin ist Andrea Constand

Obwohl Johnson angibt, ein Opfer von Cosby zu sein, ist sie selbst nicht die Klägerin. Denn wie bei zahlreichen anderen Frauen, die Cosby beschuldigen, sie unter Drogen gesetzt und dann sexuell missbraucht zu haben, ist auch bei Johnson der vermeintliche Vorfall bereits verjährt.

Einzig Andrea Constand (44), eine Mitarbeiterin der Temple Universität in Philadelphia und ehemalige Basketballspielerin, ist die Anklägerin. Sie hat Cosby erstmals 2002 kennengelernt und sei 2004 von ihm zunächst unter Drogen gesetzt und dann missbraucht worden, lautet ihr schwerer Vorwurf. Ein Urteil im medienwirksamen Prozess wird in zwei Wochen erwartet.

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