Unternehmer und HSV-Sponsor Klaus-Michael Kühne ist gestorben

Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Logistik-Milliardär machte Kühne+Nagel zu einem der weltweit führenden Logistikkonzerne und prägte als Großinvestor mit dreistelligen Millionensummen über Jahre auch den Hamburger SV.

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Klaus-Michael Kühne wurde am 2. Juni 1937 in Hamburg geboren.
Klaus-Michael Kühne wurde am 2. Juni 1937 in Hamburg geboren. Foto: ddp

Trauer um Klaus-Michael Kühne: Der Logistikunternehmer und langjährige Geldgeber des Hamburger SV starb in der Nacht zum Montag im Alter von 89 Jahren in seinem Haus im schweizerischen Schindellegi. Kühne+Nagel bestätigte den Tod in einer Mitteilung auf der Unternehmenswebseite.

"Mit dem Tod von Klaus-Michael haben wir einen Visionär, einen großartigen Unternehmer und eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren. Unsere Gedanken sind bei seiner Witwe Christine Kühne", erklärte Jörg Wolle für die Kühne+Nagel International AG. Bereits im Frühjahr 2025 hatte Kühne der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" von gesundheitlichen Problemen berichtet. Er leide an Polyneuropathie und könne kaum noch stehen oder gehen, erzählte er damals.

Vom Familienbetrieb zum Weltkonzern

Kühne hatte die Spedition, die sein Großvater August Kühne 1890 in Bremen mitgegründet hatte, schon mit 29 Jahren übernommen und daraus einen der größten Logistikkonzerne der Welt gemacht. Über seine Holding stieg er später bei weiteren Unternehmen ein, darunter mit rund 30 Prozent bei der Reederei Hapag-Lloyd und mit 20 Prozent bei der Lufthansa.

Das "Handelsblatt" bezifferte sein Vermögen auf 36 Milliarden Euro und sah ihn hinter Kaufland-Gründer Dieter Schwarz als zweitreichsten Deutschen. Unumstritten war er wegen der fehlenden Aufarbeitung der Tätigkeiten seiner Firma unter dem NS-Regime aber nie.

Millionen für den HSV

Bekannt war der gebürtige Hamburger auch weit über die Wirtschaftsseiten hinaus, vor allem als Geldgeber des Hamburger SV. Immer wieder holte er den Traditionsklub mit dreistelligen Millionenbeträgen aus finanziellen Nöten, zeitweise hielt er mehr als 20 Prozent an der ausgegliederten HSV Fußball AG. Bereits 2015 hatte Kühne mit dem Erwerb der Namensrechte die Rückkehr zum Namen Volksparkstadion ermöglicht. 2025 sicherte sich seine Holding die Namensrechte erneut für zunächst drei Jahre und damit den Fortbestand des traditionsreichen Stadionnamens. Zudem engagierte sich Kühne auch abseits des Vereins für seine Heimatstadt. Auf seine Initiative geht etwa der geplante Neubau der Hamburgischen Staatsoper in der HafenCity zurück, dessen Planung und Bau die Kühne-Stiftung finanzieren will.

Weil das Ehepaar keine Kinder hat, soll das Vermögen an die Kühne-Stiftung übergehen.

(eyn/spot)