Vor ihren Shows: Céline Dion sucht in Paris die Nähe zu ihren Fans
Céline Dion bereitet in Paris ihre Konzertreihe vor und zeigt sich ihren Fans auch schon vorab. Vor ihrem Hotel nimmt sich die 58-Jährige immer wieder Zeit für die Wartenden - und bietet sogar eine Gesangseinlage.
Céline Dion (58) hält sich vor dem Start ihrer Konzertreihe in Paris auf, und vor ihrem Hotel warten seit Tagen Anhänger auf einen Blick auf sie. Die Sängerin lässt sie nicht stehen und interagierte bereits mehrmals beim Verlassen des Gebäudes mit den Fans. Sie winkt, wirft Kusshände und hat für die Wartenden auch schon ein Lied angestimmt.
Wie die "Daily Mail" berichtet, wirkte Dion am Donnerstag beim Verlassen des Hotels Royal Monceau bestens gelaunt. Sie trug eine helle Jeans und einen schwarzen Blazer, die Haare zum Chignon gebunden, das Make-up dezent. Dazu kombinierte sie eine große Sonnenbrille.
Ein Ständchen auf offener Straße
Zuvor hatte Dion vor demselben Hotel bereits für ihre Anhänger gesungen. Mitten auf der Straße stimmte sie "Pour que tu m'aimes encore" an, ihren französischsprachigen Hit aus dem Jahr 1995, wie "TMZ" berichtet. Sie deutete in die Menge, wiegte sich hin und her und ließ die Menschen vor sich mitsingen.
Dazu trug sie ein enges schwarzes Kleid mit langem Pelzsaum, der bis auf den Gehweg reichte. Selbstverständlich sind solche Szenen für sie nicht mehr.
26 Shows bis Mai 2027
Anlass für ihren Aufenthalt in Paris ist eine Konzertserie in der Plenitude Arena in Nanterre. Im März hatte Dion zunächst zehn Termine angekündigt, wegen der großen Nachfrage kamen 16 weitere hinzu. Insgesamt stehen damit 26 Abende an, verteilt auf September und Oktober 2026 sowie Mai 2027.
Es ist ihre erste Konzertreihe, seit sie 2023 ihre "Courage"-Welttournee abgesagt hatte. Auslöser war das Stiff-Person-Syndrom, eine seltene neurologische Erkrankung, die starke Muskelsteifheit und schmerzhafte Krämpfe verursacht. In den vergangenen sechs Jahren stand Dion nur zweimal auf einer Bühne: bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris und im selben Jahr in Riad.
Pilates und Ballett als Vorbereitung
Wie sie sich vorbereitet, hat Dion im vergangenen Monat dem Magazin "Harper's Bazaar" geschildert. Dreimal pro Woche absolviert sie demnach 90-minütige Pilates-Einheiten, dazu kommen zweimal wöchentlich Ballettstunden. Die Zeit beschreibt sie als ständiges Hinfallen und Wiederaufstehen.
Das Wort Krankheit vermeidet sie dabei. "Es ist ein fortschreitender Zustand. Ich sage nicht gern Krankheit", erklärte sie. Diagnostiziert wurde das Syndrom 2022, zwei Jahre nach einem schweren Schub.
Drei Jahre lang zog sich Dion von ihren Fans zurück. Aus dieser Zeit erzählte sie von einem Bild, das sie verfolgte: Sie habe sich vorgestellt, in den Blättern eines Baumes zu verschwinden. "Ich wollte ihnen sagen: Es tut mir leid, ich habe keine Äpfel mehr für euch." Eine Stimme habe geantwortet: "Wir sind nicht wegen der Äpfel gekommen, wir sind wegen des Baumes gekommen."
"Sie haben mir diesen Luxus gegeben"
Dass sie den Kontakt jetzt wieder sucht, begründet Dion mit ihrem Publikum. "Sie haben Tickets bezahlt, sie haben meine Platten gekauft, sie haben mir diesen Luxus gegeben", sagte sie "Harper's Bazaar". "Das Mindeste, was ich tun kann, ist, ihnen zu sagen, dass ich am Leben bin."
Wer keine Autogramme geben und beim Essen nicht gestört werden wolle, könne auch zu Hause bleiben, sagte sie in dem Gespräch über sich selbst. Vor ihrem Pariser Hotel hat sie sich für die andere Variante entschieden.
(jom/spot)