Vorwürfe gegen Thomas Markle: Londoner Polizei äußert sich

Die Londoner Metropolitan Police hat sich zu den Vorwürfen gegen Thomas Markle geäußert. Demnach wurden im Jahr 2018 keine Ermittlungen gegen den Vater von Herzogin Meghan eingeleitet.

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Herzogin Meghan hat sich zu den Vorwürfen gegen ihren Vater Thomas Markle geäußert.
Herzogin Meghan hat sich zu den Vorwürfen gegen ihren Vater Thomas Markle geäußert. Foto: ddp/EMPICS/Jonathan Brady / ddp/Ferrari Press

Die Vorwürfe gegen Thomas Markle Sr. (82), den Vater von Herzogin Meghan (45), beschäftigen inzwischen Behörden in mehreren Ländern. Nachdem Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. (60) seinem Vater den Besitz von kinderpornografischem Material vorgeworfen hatte, gab die Ehefrau von Prinz Harry (42) im Tagesverlauf ein Statement ab. In diesem verwies sie auf einen Brief aus dem Jahr 2018, der bereits damals schwere Vorwürfe gegen ihren Vater enthalten haben soll.

Das Schreiben sei damals an die Metropolitan Police sowie an die für den Schutz der britischen Königsfamilie zuständige Spezialeinheit Royalty and Specialist Protection geschickt worden und sei auch ihr zur Kenntnis gebracht worden.

Nun hat sich die Londoner Metropolitan Police dazu geäußert.

Wie die britische "Daily Mail" berichtet, hat die Behörde erklärt, im Jahr 2018 keine Ermittlungen gegen Thomas Markle eingeleitet zu haben. Die Polizei prüfe derzeit allerdings intern, welche Rolle ihre Beamten damals bei einer eventuellen Weitergabe des Schreibens gespielt haben.

Metropolitan Police überprüft Vorgänge aus dem Jahr 2018

Meghan hatte zuvor in einer Stellungnahme unter anderem gegenüber dem US-Magazin "People" erklärt, der Brief habe "beunruhigende und verstörende Vorwürfe" gegen ihren Vater enthalten. Ihr sei damals zudem versichert worden, dass die Vorwürfe untersucht würden.

Die Metropolitan Police bestätigte gegenüber der "Daily Mail" jedoch keine entsprechenden Ermittlungen gegen Thomas Markle. Stattdessen teilte ein Sprecher mit: "Uns sind Medienberichte bekannt, wonach Beamte des Royalty and Specialist Protection Command der Metropolitan Police im Jahr 2018 an der Weitergabe eines Briefes beteiligt gewesen sein sollen." Die Behörde führe interne Nachforschungen durch, um diese Angaben zu überprüfen.

Bislang ist nicht eindeutig geklärt, ob die Anschuldigungen aus dem Jahr 2018 mit den aktuellen Vorwürfen in Zusammenhang stehen.

Thomas Markle bestreitet Anschuldigungen

Noch bevor Meghan ihre Stellungnahme veröffentlichte, hatte sich Thomas Markle selbst gegenüber der "Daily Mail" zu Wort gemeldet. Der 82-Jährige wies die Vorwürfe seines Sohnes entschieden zurück.

Er sei "schockiert, verletzt und sehr aufgebracht", dass sein Sohn solche Anschuldigungen gegen ihn erhebe. Er habe nichts von dem getan, was ihm vorgeworfen werde. Die Behauptungen bezeichnete er als "widerliche Lügen".

Markle äußerte sich auch zu den Computern, auf denen sein Sohn das mutmaßliche Material gefunden haben will. Die Geräte seien bereits im Januar 2025 in Mexiko verpackt und anschließend auf die Philippinen verschifft worden. Er selbst habe seitdem keinen Zugriff mehr darauf gehabt. Sein Sohn habe ihm die Computer trotz mehrfacher Aufforderung nicht ausgehändigt. Wer zwischenzeitlich Zugang zu den Geräten gehabt habe, könne er nicht sagen.

Er habe niemals entsprechendes Material heruntergeladen, betonte Markle. Zu seinem Sohn habe er seit Monaten keinen Kontakt mehr.

Behörden auf den Philippinen bestätigen Ermittlungen

Unterdessen hat die Polizei auf den Philippinen bestätigt, dass gegen Thomas Markle Sr. strafrechtliche Ermittlungen laufen. Wie das US-Promiportal TMZ berichtet, erklärte ein Sprecher der Polizei in Cebu City, dass eine auf den Schutz von Frauen und Kindern spezialisierte Einheit mit dem Fall betraut sei.

"Es gibt eine spezielle Einheit, die diesem Fall zugewiesen wurde: das Women and Children Protection Center", teilte der Sprecher demnach mit. Zugleich bestätigte er, dass strafrechtliche Ermittlungen im Gange seien. Der Fall werde vertraulich behandelt.

Auch das FBI bietet Unterstützung an

Wie TMZ in einem weiteren Bericht meldet, hat inzwischen auch das FBI seine Unterstützung bei den Ermittlungen angeboten. Ein Vertreter der US-Bundespolizei erklärte gegenüber dem Portal, die Behörde sei über die Anschuldigungen informiert und werde die philippinischen Behörden gegebenenfalls unterstützen. Zudem werde das FBI möglichen damit verbundenen Verstößen gegen US-Bundesgesetze nachgehen.

(lau/spot)