Wegen Charles? Uganda steigt aus Prinz Harrys Invictus Games aus

Uganda zieht sich überraschend aus Prinz Harrys Invictus Games zurück und beruft sich auf König Charles III. Nur kurz zuvor stellte der Palast Harrys Status klar. Steckt der Brief hinter dem Rückzug?

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Prinz Harry muss einen Rückschlag verkraften: Uganda zieht sich aus seinen Invictus Games zurück.
Prinz Harry muss einen Rückschlag verkraften: Uganda zieht sich aus seinen Invictus Games zurück. Foto: imago images/ZUMA Press Wire/Tayfun Salci

Nächster Rückschlag für Prinz Harry (41): Uganda zieht sich von den Invictus Games 2027 zurück. Das gab General Muhoozi Kainerugaba, Chef der ugandischen Streitkräfte und Sohn von Präsident Yoweri Museveni, am Mittwoch bekannt. Sein Land werde nicht an einer Veranstaltung teilnehmen, die nicht die Zustimmung von König Charles III. (77) habe, erklärte er auf X.

Dabei war Uganda gerade erst dazugekommen. Im Juli war das Land als 26. Nation in die Invictus-Gemeinschaft aufgenommen worden. Harry hatte die ugandische Delegation damals persönlich in London begrüßt. Die Invictus Games Foundation hatte die Aufnahme als wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung der Bewegung bezeichnet und Uganda mit Sport- und Trainingsausrüstung unterstützt.

Die überraschende Kehrtwende kommt nun inmitten des ohnehin angespannten Verhältnisses zwischen Harry und dem britischen Königshaus. Nur wenige Tage zuvor hatte der Palast in einem Schreiben an hochrangige Regierungs- und Militärvertreter noch einmal klargestellt, dass Harry und Meghan (45) keine arbeitenden Mitglieder der Königsfamilie sind. Ihre wohltätige Arbeit erfolge in privater Funktion. Auch ihre "HRH"-Titel sollen sie weiterhin nicht verwenden.

Ugandas Militärchef spricht von "Harry-Meghan-Nonsens"

General Kainerugaba machte gegenüber der "Times" noch deutlicher, warum er den Rückzug für notwendig hält. Innerhalb des ugandischen Verteidigungsministeriums habe es Kräfte gegeben, die den Aktivitäten von Harry und Meghan positiv gegenüberstanden. Diese Unterstützung für den "Harry-Meghan-Nonsens" habe er unterbinden müssen. "Ich unterstütze den Monarchen. Punkt", erklärte der General laut "Times".

Eine direkte Verbindung zwischen dem Rückzug und dem Schreiben von König Charles ist bisher nicht bestätigt. Harrys Umfeld sieht sie allerdings sehr wohl. Eine Quelle sagte gegenüber dem Sender ITV, die Entscheidung sei "offensichtlich eine Konsequenz" der neuen Vorgaben. Demnach habe das Schreiben für "Verwirrung" innerhalb des ugandischen Verteidigungsministeriums gesorgt.

Für Charles selbst waren die Invictus Games in der Vergangenheit offenbar kein Problem. Der König nahm 2014 an den ersten Spielen in London teil, die Harry für verwundete, verletzte und erkrankte Soldatinnen und Soldaten gegründet hatte. Ein ranghoher Royal-Insider betonte laut ITV sogar, Charles unterstütze Organisationen, die sich für verletzte Angehörige der Streitkräfte einsetzen.

Die nächste Ausgabe der Invictus Games findet im Juli 2027 in Birmingham statt.

(ncz/spot)