Wie die echten Beatles: Filmstars stellen legendären Moment nach

Für Sam Mendes' Beatles-Projekt haben Paul Mescal, Harris Dickinson, Joseph Quinn und Barry Keoghan in Liverpool gedreht. Auf dem Balkon des Rathauses spielten die Schauspieler einen Moment nach, den die Stadt bis heute nicht vergessen hat.

Teilen
Drei der vier Beatles-Darsteller - einzig Joseph Quinn als George Harrison wurde von einer Balkon-Säule verdeckt.
Drei der vier Beatles-Darsteller - einzig Joseph Quinn als George Harrison wurde von einer Balkon-Säule verdeckt. Foto: action press/Backgrid

Paul Mescal (30), Harris Dickinson (30), Joseph Quinn (32) und Barry Keoghan (33) haben am vergangenen Sonntag in Liverpool eine der berühmtesten Szenen der Beatles-Geschichte nachgestellt. Für das ambitionierte vierteilige Filmprojekt von Regisseur Sam Mendes zeigten sich die Schauspieler im Kostüm auf dem Balkon der Liverpool Town Hall. Das belegen neue Fotos vom Set.

Auf den Bildern tragen alle vier die gleichen Anzüge und dazu die typischen Frisuren, mit denen die Band in ihren frühen Jahren berühmt wurde. Mescal spielt Paul McCartney, Dickinson verkörpert John Lennon. Quinn schlüpft in die Rolle von George Harrison, Keoghan ist als Ringo Starr zu sehen.

Zurück in den Sommer 1964

Die Szene führt zurück zum 10. Juli 1964. An diesem Tag kehrten die echten Beatles auf dem Höhepunkt der Beatlemania in ihre Heimatstadt zurück. Riesige Menschenmengen säumten die Straßen, um Lennon, McCartney, Harrison und Starr willkommen zu heißen.

Die Stadt ehrte ihre berühmtesten Söhne mit einem offiziellen Empfang im Rathaus. Anschließend traten die vier gemeinsam auf den Balkon des Gebäudes und ließen sich von der jubelnden Menge feiern. Damit war der Tag aber noch nicht vorbei: Am Abend stand die Liverpooler Premiere ihres Films "A Hard Day's Night" im Odeon-Kino auf dem Programm.

Schon im August am Zebrastreifen

Es ist nicht das erste Mal, dass das Quartett einen legendären Beatles-Augenblick wiederaufleben lässt. Bereits im August wurden die Schauspieler in London dabei gesichtet, wie sie das Cover des Albums "Abbey Road" nachstellten. Dafür liefen sie gemeinsam über den Zebrastreifen vor den Abbey Road Studios, der durch das Plattencover zum wohl bekanntesten Fußgängerüberweg der Welt geworden ist.

Vier Filme aus vier Blickwinkeln

Mendes geht bei dem Projekt einen ungewöhnlichen Weg. Statt eines einzelnen Biopics dreht der Regisseur gleich vier eigenständige Filme. Jeder davon erzählt die Geschichte der Band aus der Sicht eines anderen Mitglieds.

Auch in anderer Hinsicht betritt die Produktion Neuland. Zum ersten Mal haben Starr, McCartney, Apple und die Angehörigen der verstorbenen Beatles die vollständigen Rechte an Lebensgeschichte und Musik für Spielfilme über die Band freigegeben. Fans müssen sich allerdings noch gedulden: Nach aktueller Planung sollen die vier Filme im April 2028 in die Kinos kommen.

(stk/spot)