Will Smith dachte darüber nach, seinen Vater zu töten.
Die Kindheit von Hollywoodstar Will Smith war alles andere als lustig. In seiner Biografie ‘Will‘ schreibt er nun zum ersten Mal über seine traumatischen Kindheitserlebnisse: „Als ich neun Jahre alt war, sah ich, wie mein Vater meine Mutter so heftig gegen den Kopf schlug, dass sie zusammenbrach. Ich sah, wie sie Blut spuckte. Dieser Moment in diesem Schlafzimmer hat wahrscheinlich mehr als jeder andere Moment in meinem Leben bestimmt, wer ich bin.“ Und weiter: „Mein Vater war gewalttätig, aber er war auch bei jedem Spiel, jeder Aufführung und jedem Konzert dabei. Er war Alkoholiker, aber er war bei jeder Premiere von jedem meiner Filme nüchtern. Er hörte sich jede Platte an. Er besuchte jedes Studio. Derselbe intensive Perfektionismus, der seine Familie in Angst und Schrecken versetzte, brachte auch jeden Abend meines Lebens Essen auf den Tisch.“

Irgendwann jedoch, überlegte Will kurz, dem Schrecken ein Ende zu setzen: „In einer Nacht, als ich ihn vorsichtig aus seinem Schlafzimmer ins Bad schob, kam die Dunkelheit in mir hoch. Der Weg zwischen den beiden Zimmern führt am oberen Ende einer Treppe vorbei. Als Kind hatte ich mir immer eingeredet, dass ich meine Mutter eines Tages rächen würde. Wenn ich groß genug wäre, wenn ich stark genug wäre, wenn ich kein Feigling mehr wäre, würde ich ihn erschlagen.“ Und weiter: „Ich hielt am oberen Ende der Treppe inne. Ich könnte ihn hinunterstoßen und damit davonkommen. Aber als der jahrzehntelange Schmerz, die Wut und der Groll wieder abebbten, schüttelte ich den Kopf und fuhr fort, Daddio ins Badezimmer zu schieben.“

©Bilder:BANG Media International – Will Smith – Dec 2017 – LA – Jimmy Kimmel – Photoshot