Wirbel um #allesdichtmachen: Band Culcha Candela warnt vor Hass und Hetze

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Deutschland diskutiert weiter über die Aktion #allesdichtmachen, die den Corona-Lockdown satirisch kritisierte. Die Berliner Band Culcha Candela ('Monsta') ruft erhitzte Gemüter zu mehr Besonnenheit und Toleranz auf.

Verunglückte Video-Aktion #allesdichtmachen

Stars wie Ulrich Tukur und Meret Becker wollten mit ihren kurzen, satirischen Videos eigentlich erreichen, dass über die Sinnhaftigkeit der Corona-Maßnahmen und vor allem des Lockdowns diskutiert wird. Stattdessen stehen sie selbst im Kreuzfeuer der Kritik. Die Musiker von Culcha Candela finden, dass die Reaktionen auf die umstrittenen Videos viel zu weit gehen: "Jan Josef Liefers ist ein guter Kerl im Herzen, der hat jetzt auch niemanden umgebracht, ist auch kein Verschwörungstheoretiker", erklärte Sänger Mateo Jasik gegenüber der 'Deutschen Presse-Agentur'. Er findet es erschreckend, dass manche sogar Berufsverbote forderten: "Du bist jetzt in dem Lager, du darfst nie wieder 'Tatort' filmen." Das ginge zu weit, selbst wenn man die Video-Aktion für noch so misslungen halte.

Culcha Candela ruft zu Toleranz auf

Manche Menschen regten sich über #allesdichtmachen so auf, dass sie beispielsweise Morddrohungen an Meret Becker schickten. Und nicht wenigen Menschen stieß die Zustimmung, die die Videos aus der rechten Ecke erhielten, unangenehm auf – auch wenn sich die teilnehmenden Schauspieler alle lautstark von diesem politischen Lager distanzierten. Die #allesdichtmachen-Stars deshalb als Rechte abzustempeln, sei falsch und gefährlich, so die Musiker von Culcha Candela.

Auch wenn die Nerven nach über einem Jahr Pandemie blank liegen – es müsse möglich sein, Kritik zu äußern, findet die Band aus Berlin. "Wir sollten auf jeden Fall nicht in so eine Hetzkultur verfallen, das wäre sehr schade", fügte Sänger John Magiriba Lwanga von Culcha Candela hinzu.

Bild: Clemens Niehaus/Geisler-Fotopres/picture-alliance/Cover Images

via Cover Media

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