"Zurück in die Zukunft"-Star Christopher Lloyd war jahrelang süchtig
Christopher Lloyd hat eine jahrzehntelange Drogensucht öffentlich gemacht. Auch in der Zeit von "Zurück in die Zukunft" konsumierte er nach eigener Aussage Kokain.
Als genialer Wissenschaftler Dr. Emmett "Doc" Brown in der Kultfilmtrilogie "Zurück in die Zukunft" wurde Christopher Lloyd (88) weltberühmt. Doch während er an der Seite von Michael J. Fox (65) Filmgeschichte schrieb, kämpfte der Schauspieler privat mit einer schweren Drogensucht. In seiner neuen Autobiografie "In My Own Time: A Memoir", die am 27. Oktober erschienen ist, enthüllt Lloyd offenherzig Details über seinen jahrelangen Kokainkonsum - und beschreibt seinen schwierigen Weg aus der Abhängigkeit.
Christopher Lloyd über Drogenkonsum: "Ich liebte es"
Seine erste Erfahrung mit Kokain machte Lloyd demzufolge in den Siebzigerjahren vor einem Comedyclub in Los Angeles, zitiert das US-Portal "Page Six" aus den Memoiren des Kultdarstellers. Eine Frau, die er gerade kennengelernt hatte, nahm ihn mit zu ihrem Auto, wo er die Droge erstmals ausprobierte. "Das war alles, was es brauchte. Ich war fast sofort süchtig. Ich liebte es, und damit begann mein Kokainmissbrauch", schreibt der Schauspieler in dem Buch.
Schnell wurde der Konsum von Kokain, Alkohol und Marihuana zu einem festen Bestandteil seines Lebens. Die Sucht begleitete ihn auch während der Jahre, in denen die drei "Zurück in die Zukunft"-Filme entstanden. Lloyd betont allerdings, dass er niemals unter Drogeneinfluss auf der Bühne oder vor einer Kamera gestanden habe.
Dramatischer Vorfall endet im Krankenhaus
Wie gefährlich seine Abhängigkeit war, zeigte sich bereits in den 1980ern. Nach dem Ende der Erfolgs-Sitcom "Taxi", in der er mitspielte, geriet Lloyd in berauschtem Zustand mit seiner damaligen Freundin in Streit. Nachdem sie ihn aus ihrem Haus ausgesperrt hatte, schlug er mit den Händen gegen Fensterscheiben.
Der Schauspieler verletzte sich dabei schwer. Er könne sich erst wieder an einen Moment erinnern, an dem er blutend auf dem Küchenboden lag. Sanitäter kümmerten sich um ihn. Lloyd hatte so viel Blut verloren, dass er Plasma benötigte. Eine Operation und anschließende Physiotherapie waren nötig, um die Beweglichkeit seiner Finger wiederherzustellen.
Erst 1993 begab sich Lloyd schließlich in eine Entzugsklinik. Zuvor hatte ihm ein Psychologe geholfen, die destruktiven Auswirkungen seines Drogen- und Alkoholkonsums zu erkennen.
"Ich wurde danach noch ein paar Mal rückfällig", erinnert sich Lloyd. Doch einige Jahre später gelang es ihm nach eigener Aussage schließlich, nüchtern zu bleiben und die Finger von der Droge zu lassen.
Bei Sucht- und Drogenproblemen kann in Deutschland die Rufnummer 01806/31 30 31 der "Sucht & Drogen Hotline" kontaktiert werden. Hilfesuchende können laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit täglich zwischen 08:00 und 24:00 Uhr anrufen. Der Anruf aus dem Fest- und Mobilfunknetz kostet 20 Cent.
(lau/spot)