Anne Menden wieder bei "GZSZ" zu sehen: "Bisschen wie Fahrradfahren"

Nach der Geburt ihres Sohnes steht Anne Menden seit Juni wieder für "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" vor der Kamera. Nun ist sie bald auch wieder auf dem Bildschirm zu sehen: Die erste Folge mit ihr läuft am 7. September. Wie sie Job und Familie unter einen Hut bekommt.

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Anne Menden (links) in einer Szene mit Kollegin Chryssanthi Kavazi und Kollege Onno Buß.
Anne Menden (links) in einer Szene mit Kollegin Chryssanthi Kavazi und Kollege Onno Buß. Foto: RTL

Im Februar ist Schauspielerin Anne Menden (40) Mutter geworden. Eine lange Babypause machte sie nicht. Bereits im Juni kehrte sie ans "GZSZ"-Set zurück. Am Montag, 7. September, ist sie nun in Folge 8.602 wieder als Emily zu sehen (19:40 Uhr, RTL, eine Woche vorher schon bei RTL+). Im Interview mit dem Sender erzählt sie, wie es ihr damit geht.

Ihre Perspektiven haben sich verändert

"Ich komme nach dem Dreh nach Hause und bin Mama", sagt Menden über ihren neuen Alltag mit Beruf und Familie. "Das erdet natürlich und verändert Perspektiven." Die Sorge vor dem ersten Drehtag war da, aber sie hielt nicht lange. "Ich hatte vorher schon kurz den Gedanken: Bekomme ich die ganzen Texte sofort wieder in meinen Kopf? Aber dann stand ich am Set und es war erstaunlich schnell wieder da." Sie beschreibt ihr Comeback als "ein bisschen wie Fahrradfahren".

Am meisten gefreut habe sie sich auf die Kollegen. "Dieses kreative Chaos habe ich wirklich vermisst." Nach 22 Jahren bei der Serie sieht sie den Job jetzt noch einmal anders. "Vor allem merke ich heute noch bewusster, wie besonders es ist, seit so vielen Jahren mit diesem Team arbeiten zu dürfen."

Zwei Welten an einem Tag

Der Wechsel zwischen Studio und Kinderzimmer gelinge ihr "erstaunlich gut", sagt sie. Ganz ohne Wehmut geht es trotzdem nicht. "Natürlich gibt es Tage, an denen ich meinen Kleinen wahnsinnig vermisse. Aber ich weiß, dass er in den besten und liebevollsten Händen ist."

Manchmal kommt der Sohn mit dem Vater zu Besuch ans Set, dann wird zwischen zwei Szenen gekuschelt. "Das ist wunderschön", schwärmt Menden. "Ich empfinde es wirklich als großes Glück, dass ich diese beiden Welten haben darf: die Arbeit, die ich seit so vielen Jahren liebe, und zu Hause meine Familie."

Ihr Partner ist Vollzeit-Papa

Möglich ist dies, da ihr Partner Gustav Masurek sich während der Drehtage um den gemeinsamen Sohn kümmert. Was sie an ihm als Vater berührt hat? "Ganz viel. Ich finde es wunderschön zu sehen, wie eng die beiden miteinander sind. Gustav ist wirklich Vollzeit-Papi und macht das mit unglaublich viel Liebe."

Hilfe kommt auch aus den Familien, allen voran von Masureks Mutter, die unterstütze, wo sie nur könne. "Dafür sind wir unglaublich dankbar." Menden findet, dass die Fähigkeiten von Vätern oft unterschätzt werden. "Bei uns funktioniert das wunderbar. Und ich kann zur Arbeit gehen und weiß: Zu Hause ist alles gut. Das ist unglaublich viel wert."

Dass ihre Rollenverteilung für manche noch immer ungewöhnlich klingt, kann sie schwer nachvollziehen. "Für uns fühlt sich das ehrlich gesagt überhaupt nicht außergewöhnlich an. Wir haben das gemeinsam so entschieden und leben es jetzt. Warum sollte ein Papa nicht genauso selbstverständlich diese Rolle übernehmen?"

Und ihre Rolle Emily? Die kehrt ausgeglichen aus Singapur nach Berlin zurück. Wie lange das gutgeht, weiß Menden selbst nicht. "Die neue Emily und die alte Emily müssen erst einmal miteinander verhandeln", sagt sie. "Wenn jemand die richtigen Knöpfe drückt, kann es mit der Tiefenentspannung natürlich schnell vorbei sein."

(ae/spot)