Anouschka Renzi: "Promi Big Brother" war härter als der Dschungel
Anouschka Renzi musste "Promi Big Brother" am Freitagabend verlassen. Die Schauspielerin vergleicht die Show in ihrem Exit-Interview mit dem Dschungelcamp und hat eine Vermutung, warum die Zuschauer sie nach Hause geschickt haben.
Anouschka Renzi (62) ist bei "Promi Big Brother" ausgeschieden. Am Freitagabend musste die Schauspielerin nach zwölf Tagen die Show verlassen, während der ebenfalls nominierte Gedeon Burkhard (57) weitermachen durfte. Im Interview nach ihrem Auszug zieht sie eine ehrliche Bilanz und erklärt, warum ihr dieses Format mehr als der Dschungel abverlangte.
Schlimmer als im Dschungel
Renzi kennt beide Formate aus eigener Erfahrung. 2022 nahm sie an "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" teil. Den Schlafmangel habe sie als gleich schlimm empfunden, bei "Promi Big Brother" sei aber "der Horrorhunger" dazugekommen. Im Dschungel habe sie bei Reis und Bohnen dreimal am Tag irgendwann gar keinen Hunger mehr verspürt.
Noch mehr setzte ihr der Druck zu, rund um die Uhr beobachtet zu werden. "Man kann nicht einfach mal drei Stunden auf seiner Pritsche sitzen, sondern muss ständig unterhalten", sagt sie mit Blick auf den Livestream. Wer abschaltet, laufe Gefahr, als langweilig zu gelten, "und dann fliegt man raus".
Schokolade bis zur Übelkeit
Der erste Genuss nach dem Auszug fiel bescheiden aus: eine Cola. Im Hotel gebe es nicht einmal eine Minibar. Bei der Produktion habe sie sich dann die Taschen mit Schokolade vollgepackt und alles gegessen. Mit Folgen: "Mir wurde danach schlecht."
Statt zu schlafen, räumte Renzi erst einmal ihr Hotelzimmer auf, weil Taschen, Medikamente und Schminksachen verstreut gewesen seien. Viel Zeit zum Erholen bleibt ohnehin nicht. Nach einem langen Bad stehe Textlernen auf dem Plan, denn im November feiert sie in Dresden Premiere mit einem Theaterstück.
"Ich war da vermutlich ungeschickt"
Warum es am Ende sie und nicht Burkhard traf, dafür hat Renzi eine eigene Erklärung. Sie habe in der Show erzählt, dass sie Geld zurückgelegt habe. Burkhard habe dagegen berichtet, sich von seiner Mutter Geld für die Miete leihen zu müssen. "Das bricht einem natürlich das Herz. Ich war da vermutlich ungeschickt", räumt sie ein.
Ausgesorgt habe sie trotzdem nicht. Als Schauspielerin arbeite man sehr unregelmäßig, ihre gesetzliche Rente läge bei etwa 1.600 Euro. Und: "Damit könnte ich überleben, aber so möchte ich nicht leben."
Zweifel an Burkhard, Lob für Nikola Grey
Ob Burkhard nun im Reality-Kosmos angekommen ist? Renzi würde es ihm gönnen, glaubt aber nicht, dass er sich dort wirklich zeige, wie er ist. "Er ist sehr, sehr geschickt", sagt sie. Er positioniere sich kaum und habe Nina sofort komplett geschützt. Im Garten sei er zwar fleißig gewesen, mit ihr habe er sich aber kein einziges Mal unterhalten.
Kim Virginia möge sie zwar, zugleich sei sie ihr aber auch mitunter auf die Nerven gegangen, weil sie sich so viel Raum genommen habe. Nikola Grey dagegen findet Renzi "zauberhaft", er habe ihr sogar die Füße gemacht. Dass er bei der Ältesten in der Runde liebevoll und respektvoll auftreten müsse, wisse er natürlich genau. Ganz anders habe sich Godfrey Egbon verhalten, der sie "wie ein Assi angepöbelt" habe. Eine Aussprache mit ihm werde es folglich nicht geben, betont Renzi.
(stk/spot)