Albrecht Schuch spielt in "Breitscheidplatz 19/12" den Staatsschützer

Zehn Jahre nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt erzählt eine sechsteilige ARD-Serie, was vor dem 19. Dezember 2016 geschah – ab 30. Oktober in der Mediathek.

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Albrecht Schuch als Frank Laudin im Untersuchungsausschuss in „Breitscheidplatz 19/12"
Eklat im Untersuchungsausschuss: Frank Laudin (Albrecht Schuch) erhebt Vorwürfe gegen das BKA. Foto: ARD Degeto Film/HR/NDR/rbb/NEUESUPER GmbH/Sofia Velasquez

Zehn Jahre nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz erzählt die ARD die Vorgeschichte der Tat als Serie: „Breitscheidplatz 19/12“ startet am 30. Oktober 2026 mit allen sechs Folgen in der ARD Mediathek. Das Erste strahlt die Serie am 1. November um 21.45 Uhr und am 6. November um 23.55 Uhr aus.

Albrecht Schuch spielt den NRW-Staatsschützer Frank Laudin, der 2015 einen Informanten in das IS-Milieu einschleust: den Ex-Kriminellen Murat Cem (Tamer Trasoglu), der sich seine riskanten Dienste bezahlen lässt. Über den Prediger Salman (Damir Avdic) findet Cem einen Platz in der Bruderschaft – und lernt dort Anis Amri (Wael Alkhatib) kennen, den er für den Idealtypen eines künftigen Attentäters hält. Die junge Polizeibeamtin Isra Al-Husseini (Bayan Layla) geht seinen Hinweisen nach. Doch BKA-Ermittler Karsten Heyse (Hanno Koffler) hält Amri für einen kleinen Fisch.

Albrecht Schuch und Tamer Trasoglu in einer Szene aus „Breitscheidplatz 19/12"
Frank Laudin (Albrecht Schuch, links) trifft sich mit seinem Informanten Murat Cem (Tamer Trasoglu). Foto: ARD Degeto Film/HR/NDR/rbb/NEUESUPER GmbH/Hubert Mican

"Wie hätte das verhindert werden können?"

Regisseur David Nawrath hat die Serie mit Autor David Marian und einem Autorenteam entlang wahrer Begebenheiten erzählt, mit teils fiktionalen Elementen und Figuren. Es geht um ignorierte Warnsignale, Zuständigkeitskonflikte zwischen den Behörden und mögliche Versäumnisse. „Uns … war es ein Anliegen, den Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt nicht nachzuerzählen“, sagt Christoph Pellander, Geschäftsführer der ARD Degeto Film. Die Serie stelle stattdessen die Frage: „Wie hätte das verhindert werden können?“

Schuch hat sich für die Rolle mit LKA-Beamten gesprochen und ist mit ihnen durch ihr Einsatzgebiet gefahren. Hängen geblieben seien ihm vor allem die eigenen Gesetze in jedem Bundesland, erzählt er im Interview der ARD. „Für Laudin ist das ein nicht nachvollziehbares, völlig sinnentleertes Hindernis.“

14 Kilo für den V-Mann

Tamer Trasoglu hat sich nach eigenen Worten radikal auf seine Rolle vorbereitet: Er nahm innerhalb von zehn Wochen 14 Kilo ab, von 94 auf 80,2 Kilo. Wael Alkhatib, 21 Jahre alt, steht nach dem Kinofilm „Sonne und Beton“ zum zweiten Mal in einer großen Produktion vor der Kamera. Er kam Ende 2014 als Kind aus Syrien nach Deutschland. Angst habe er vor allem davor gehabt, „in die Terroristen-Schublade gesteckt“ zu werden.

Bayan Layla und Jeanne Goursaud in einer Szene aus „Breitscheidplatz 19/12"
Isra Al-Husseini (Bayan Layla, rechts) betrachtet ein Bild von Anis Amri, beobachtet von Katja Seibert (Jeanne Goursaud). Foto: ARD Degeto Film/Neuesuper GmbH/Hubert Mican

Gedreht wurde vom 20. Mai bis 27. August 2025 in Wien und Berlin. „Breitscheidplatz 19/12“ ist eine Produktion der NEUESUPER in Koproduktion mit ARD Degeto Film, rbb, HR und NDR.


"Breitscheidplatz 19/12" ab 30. Oktober

„Breitscheidplatz 19/12“, sechs Folgen à 45 Minuten, ab Freitag, 30. Oktober 2026, für ein Jahr in der ARD Mediathek; im Ersten am 1. November um 21.45 Uhr und am 6. November um 23.55 Uhr. Mit Albrecht Schuch, Bayan Layla, Tamer Trasoglu, Wael Alkhatib und Hanno Koffler; Regie David Nawrath.