Julia Koschitz und Mark Waschke suchen "Das verschwundene Kind"

Das ZDF-Drama nach Motiven eines Romans von Kristina Hauff läuft am 19. Oktober um 20.15 Uhr und steht ab 10. Oktober im Stream.

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Julia Koschitz als Sophie in "Das verschwundene Kind"
Sophie (Julia Koschitz) ist verzweifelt. Wo ist Aaron? Foto: ZDF/Andrea Kueppers

Eine Hofgemeinschaft im Wendland, zwei befreundete Paare und ein Junge, der plötzlich spurlos verschwindet: Das ZDF zeigt das Drama „Das verschwundene Kind“ am Montag, 19. Oktober 2026, um 20.15 Uhr. In Web und App des ZDF ist der Film bereits ab Samstag, 10. Oktober, 10.00 Uhr, abrufbar.

Julia Koschitz und Mark Waschke spielen Sophie und Thies Buchholz, Anna Schudt und Hans Löw ihre Freunde Inga Volkmann und Bodo Herzog. Inmitten der Mittleren Elbtalaue haben sich die vier ihren Traum erfüllt: Sie wollen die Grenzen der Kleinfamilie überwinden, ihre Kinder gemeinsam erziehen und im Einklang mit der Natur leben. Doch die Idylle hat Risse. Aaron, der Sohn von Sophie und Thies, gilt als schwieriges Kind – oft aggressiv, unberechenbar und verschlossen. Die einst enge Freundschaft hat durch ihn Schaden genommen, man lebt nebeneinanderher.

Anna Schudt und Julia Koschitz in "Das verschwundene Kind"
Die Freundinnen Inga (Anna Schudt, l.) und Sophie (Julia Koschitz, r.) finden ehrliche Worte. Foto: ZDF/Andrea Kueppers

Die Wirkmacht einer Lüge

Nach einem Vorfall in der Schule kehrt Aaron nicht nach Hause zurück. Die Polizei befürchtet, dass der Junge in der Elbe ertrunken ist. Während der Suche brechen Konflikte auf, das Misstrauen unter den Freunden wächst, und eine Lüge stellt alles infrage, was sie sich gemeinsam aufgebaut haben. „War da nicht schon vor seinem Verschwinden ein heimlicher Wunsch spürbar, das Problem möge verschwinden?“, fragt das ZDF.

Drehbuchautorin Silke Zertz ist nach eigenen Worten sehr frei mit den Motiven des Romans „Unter Wasser Nacht“ von Kristina Hauff umgegangen – mit deren Einverständnis. Sie stellt die Frage in den Mittelpunkt, die der Roman nicht beantwortet: „Warum ist der verschwundene Aaron so ein schwieriges Kind?“ Die Handlung verdichtet sie auf die wenigen Stunden, in denen der Junge vermisst wird, und setzt die Landschaft an der Mittleren Elbe wie einen weiteren Protagonisten ein. Kristina Hauff zeigt sich vom Ergebnis „begeistert“.

Hans Löw und Anna Schudt in "Das verschwundene Kind"
Bodo (Hans Löw) nimmt das Verschwinden von Aaron besonders mit, während Inga (Anna Schudt) versucht, die eigenen Kinder zu schützen. Foto: ZDF/Andrea Kueppers

Für Produzentin Heike Wiehle-Timm war es mit Anna Schudt, Julia Koschitz, Mark Waschke und Hans Löw „eine von Anfang an interessante, besondere Arbeit“. Die Fragen der Geschichte hätten das Team auch im Arbeitsprozess beschäftigt. Regie führte Sabine Bernardi, produziert hat Relevant Film.


"Das verschwundene Kind" am 19. Oktober im ZDF

„Das verschwundene Kind“, Drama, Deutschland 2026, 89 Minuten, am Montag, 19. Oktober 2026, um 20.15 Uhr im ZDF; ab Samstag, 10. Oktober 2026, 10.00 Uhr, in Web und App des ZDF. Mit Julia Koschitz, Mark Waschke, Anna Schudt und Hans Löw; Buch Silke Zertz nach Motiven des Romans „Unter Wasser Nacht“ von Kristina Hauff, Regie Sabine Bernardi.