"Die Friesenjunkies" mit Sylvie Meis: Dann läuft die neue Impro-Serie

Anfang des Jahres wurde die ARD-Serie "Die Friesenjunkies" mit Sylvie Meis angekündigt. Nun teilte der Sender die Ausstrahlungstermine für die Impro-Serie mit.

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In der Impro-Dramedy "Die Friesenjunkies" sind unter anderen Sylvie Meis (l.), Shadi Eck und Lera Abova zu sehen.
In der Impro-Dramedy "Die Friesenjunkies" sind unter anderen Sylvie Meis (l.), Shadi Eck und Lera Abova zu sehen. Foto: ARD Degeto Film/hr/radiobremen/Kleine Brüder GmbH/Ostkreuz/Tobias Kruse

Sylvie Meis (48) spielt erstmals eine Hauptrolle in einer deutschen Serie. In der achtteiligen Impro-Dramedy "Die Friesenjunkies" ist sie als medikamentenabhängige Unternehmerin Madison zu sehen, die in einer Luxus-Entzugsklinik auf Sylt landet. Die ARD zeigt die Serie ab dem 6. November in der Mediathek, am 13. und 14. November folgt die Ausstrahlung im Ersten. Es gibt acht, je 30 Minuten lange Folgen.

Lange überlegen musste die Niederländerin nicht. "Als die Anfrage kam, habe ich tatsächlich direkt zugesagt", erzählt Sylvie Meis im Interview mit der ARD. Die Rolle sei auch für sie "absolutes Neuland" gewesen. "Aber genau solche Herausforderungen liebe ich: Raus aus der Komfortzone, etwas Neues ausprobieren und sich selbst dabei vielleicht ein bisschen überraschen."

Parallele zwischen Meis und ihrer Figur

Ihre Rolle Madison ist eine Selfmade-Millionärin, die scheinbar alles im Griff hat. Aus einem Schlafmittel entwickelt sich jedoch eine gefährliche Abhängigkeit, ihre Blackouts kosten sie schließlich sogar ihre Söhne.

Ein Teil der Figur ist der Moderatorin vertraut: "Dieses Gefühl, nach außen funktionieren und professionell sein zu müssen, kenne ich auch aus meinem eigenen Leben. Egal, was gerade passiert - man muss seinen Job machen und darf sich nicht immer anmerken lassen, wie es einem wirklich geht."

Besonders bewegt habe sie eine Szene mit einer Familienaufstellung. So etwas habe sie privat noch nie gemacht, als Madison sei sie aber "sehr tief in diesen Prozess eingetaucht".

"Komik ohne Tragik ist Klamauk"

In der fiktiven Klinik "Isebek", in der die Patientinnen und Patienten ihre Sucht loswerden wollen, sind noch weitere Prominente zu sehen. "Tatort"-Star Martin Brambach (58) zum Beispiel spielt den redseligen "Buggi", einen einsamen Spiegeltrinker und fast schon Dauergast. Zum Ensemble gehören außerdem unter anderem Stephan Luca, Shadi Eck, Nicole Heesters, Marie-Lou Sellem und "Polizeiruf"-Star Peter Kurth.

Dass Sucht und Humor hier eng beieinanderliegen, hält Brambach für den Kern der Sache. "Komik ohne Tragik ist Klamauk", sagt er. "Vielleicht würden wir die Tragik unserer Existenz ohne Schadenfreude und Humor gar nicht ertragen."

Martin Brambach schwärmt von den Dreharbeiten

Regie führten die Brüder Oskar und Emil Belton, die als Zwillinge Josef und Otto auch selbst vor der Kamera stehen. Eine weitere Besonderheit: Gedreht wurde eine Mischung aus geskripteten und improvisierten Szenen. Für Martin Brambach stellte das eine Erfahrung dar, die ihn nicht losließ. Oft hätten die Kollegen nach Drehschluss beim Essen in ihren Rollen weiterimprovisiert. "Dann bin ich in mein Hotelzimmer gegangen und habe mich dabei ertappt, wie ich dort weitergespielt habe." Sein Fazit: "Eine der schönsten und intensivsten Arbeiten meines Lebens!"

Schon am Freitag, 25. September, feiert die Impro-Dramedy beim FilmFest Hamburg Deutschlandpremiere und eröffnet dort die Sektion "Televisionen". Hoffnung machen sich die Verantwortlichen auf eine Auszeichnung: Die Serie geht beim FilmFest ins Rennen um den Hamburg Producers Award "Deutsche Serien".

(ae/spot)