"Die Höhle der Löwen": Gründer macht seiner Partnerin Heiratsantrag

Bei "Die Höhle der Löwen" wird es gleich mehrfach emotional: Ein Gründerpaar geht zwar ohne Deal, dafür aber frisch verlobt nach Hause. Eine junge Gründerin kämpft schon bei den Proben mit Tränen. Und Carsten Maschmeyer sorgt mit einem ungefragten Beauty-Ratschlag für einen ungewöhnlichen Moment.

Teilen
Gründer Simon Werner geht für Partnerin Susan Schmidt auf die Knie - und macht ihr einen Heiratsantrag.
Gründer Simon Werner geht für Partnerin Susan Schmidt auf die Knie - und macht ihr einen Heiratsantrag. Foto: Foto: RTL

33 Jahre ist das Gründerpaar Susan Schmidt (55) und Simon Werner (55) schon zusammen. Nun geht es in der "Höhle der Löwen" (montags, 20:15 Uhr, VOX oder RTL+) um alles oder nichts - gleich in mehrerer Hinsicht. Nachdem die beiden ihr Sport- und Therapiegerät ihrer Firma Ajambow vorstellen, das nach ihren Angaben die Bewegung fördern und Rückenschmerzen lindern soll, stellt Simon Werner seiner Partnerin ganz unerwartet mitten auf der Bühne die Frage aller Fragen.

Kein Deal, dafür eine Hochzeit

Geschäftlich läuft es für das Paar allerdings weniger erfreulich. Die geforderten 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile stoßen bei den Löwen auf Ablehnung. "Eine totale Frechheit", urteilt Frank Thelen (50). Alle Investoren steigen aus.

Ralf Dümmel (59) findet dennoch lobende Worte: "Man spürt, dass ihr für euer Produkt und auch füreinander brennt. Ich finde es total süß, wenn es ein bisschen härter wird, nehmt ihr euch an die Hand." Darauf erwidert Simon Werner emotional: "Wir sind jetzt 33 Jahre zusammen, haben viele Projekte gestartet und abgeschlossen, aber ein Projekt fehlt noch." Dann geht er auf die Knie. "Susan, willst du meine Frau werden?" Die Überraschung und die Freude sind bei allen riesig. Carsten Maschmeyer (67) findet: "Das ist der noch bessere Deal und wichtigere für den Rest eures Lebens."

Emotionale Gründerin: "Ich habe schon bei den Proben geweint"

Auch beim nächsten Gründerduo wird es emotional - allerdings aus einem anderen Grund. Mit ihrem Start-up "Cropsta" wollen Mike Leon Lichtenberg (24) und Charlotte Lieben (20) den Fashion-Markt erobern. Ihre Idee: ein verstellbares Band, das Pullover, T-Shirts, Kleider oder Blusen auf die gewünschte Länge bringt - ganz ohne Knoten, Abschneiden oder ständiges Nachjustieren. Mit ihrem Pitch begeistern die beiden alle Löwen, doch Charlotte kämpft immer wieder mit den Tränen. "Ich wusste, dass es heute sehr emotional wird. Wir beide sind noch sehr jung. Wir haben komplett alles allein gemacht. Das sind wirklich nur wir beide", erklärt die Jungunternehmerin.

Carsten Maschmeyer versucht, Charlotte zu beruhigen: "Ich bin nicht der ideale Investor. Aber wenn von den anderen niemand einen Deal macht, gebe ich euch einen. Ihr seid das sympathischste, fleißigste, visionärste Gründerpaar." Doch seine Worte rühren die junge Gründerin nur noch mehr. "Ich habe schon bei den Proben zu Hause geweint", gesteht sie unter Tränen.

Bei den Angeboten wird es dann spannend: Beauty-Unternehmerin Judith Williams (54) und Digitalunternehmer Johannes Kliesch (32) tun sich zusammen und bieten die geforderten 70.000 Euro an - ohne dafür Firmenanteile zu verlangen. Stattdessen wollen sie an jedem verkauften Produkt einen Euro verdienen, bis sie ihre Investition verdoppelt haben. Das Unternehmen bliebe damit vollständig in den Händen der beiden Gründer. "Das ist euer erstes Baby, das soll euch gehören", erklärt Williams.

Doch auch Ralf Dümmel (59) will sich den Deal nicht entgehen lassen. "Für dieses Thema bin ich der Richtige. Tut mir das nicht an, ihr müsst das mit mir machen!", appelliert er an das Paar. Für seine Investition fordert er allerdings 30 Prozent der Firmenanteile. Obwohl sie beim Angebot von Judith Williams und Johannes Kliesch keine Firmenanteile abgeben müssten, entscheiden sich die beiden für Dümmel. "Wir waren schon immer Fan von Ralf Dümmel", erklären sie ihre Wahl.

Scharfer Honig oder scharfe Chilis?

Anschließend treten zwei Start-ups im direkten Duell gegeneinander an. Nur 90 Sekunden haben sie Zeit, um die Investoren von ihren Produkten zu überzeugen. Scharfer Honig trifft dabei auf scharfes Gewürz. Durchsetzen können sich Maximilian Voigt (26) und Julian Herrlich (28) mit ihrem süß-scharfen Honig "Hottey".

Bei der anschließenden Verkostung auf Pizza hält sich die Begeisterung der Löwen allerdings in Grenzen. "Schmeckt wie Honigbrot", urteilt Maschmeyer, während Dümmel angewidert das Gesicht verzieht. "Der Honig ist zu dominant", kritisiert Thelen. Ensthaler findet den Geschmack "gewöhnungsbedürftig".

Als Einziger zeigt Neu-Löwe Andreas Herb (55) Interesse. "Ich glaube an eure Idee, aber es wird harte Arbeit", erklärt er. Für 60.000 Euro fordert er allerdings 20 statt der angebotenen zehn Prozent Firmenanteile. Die Gründer kontern mit 15 Prozent, Herb schlägt 17,5 Prozent vor. Die beiden nicken - der Deal steht.

Beauty-Produkt stößt auf Skepsis

Mutter Ines Frey (58) und Tochter Leonie Steinhauer (26) stellen ihr Kosmetikprodukt "HyEx" vor, das nach Angaben der Gründerinnen Hautunregelmäßigkeiten infolge einer missglückten Hyaluronbehandlung optisch kaschieren soll. Doch bei den Löwen stößt die Idee auf erhebliche Skepsis. Sie hinterfragen die fehlenden wissenschaftlichen Studien, die tatsächliche Wirkung des Produkts, mögliche rechtliche Hürden bei der Vermarktung und die Unternehmensbewertung. "Erstens ist es nichts Neues, und zweitens ist es wissenschaftlich nicht nachgewiesen", kritisiert Beauty-Expertin Judith Williams.

Einzig Janna Ensthaler (42), die sich nach eigenen Angaben selbst die Lippen aufspritzen lässt, zeigt grundsätzlich Interesse. "Ich glaube an das Produkt und an die Marktgröße", erklärt sie. Eine Investition ist ihr dennoch zu riskant. Damit gehen Mutter und Tochter ohne Deal nach Hause.

Zum Schluss wird es persönlich. Dagmar Wöhrl (72) möchte von Leonie wissen: "Warum hast du dir die Lippen so aufspritzen lassen?" Die 26-Jährige erklärt, sie sei einem Beauty-Trend gefolgt. Auch Carsten Maschmeyer kommentiert ihr Aussehen: "Du bist eine schöne Frau. Aber das ist viel zu viel. Vielleicht brauchst du das Produkt selbst am meisten."

Nahrungsergänzungsmittel als Shots

Teresa Cramer (32), Franziska Kuenburg (33) und Raphael Thurn und Taxis (33) wollen mit ihrem Start-up "FoodFor" die geistige Leistungsfähigkeit im Alltag unterstützen. Dafür haben sie vier verschiedene Shots entwickelt, die auf Konzentration, Energie, Ausgeglichenheit oder Entspannung ausgerichtet sind. Die Getränke enthalten ausgewählte Nährstoffe in flüssiger Form und sollen eine Alternative zu herkömmlichen Nahrungsergänzungsmitteln in Tabletten- oder Kapselform bieten. Für ihr Schweizer Start-up suchen die drei 300.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent der Firmenanteile.

Bei den Löwen kommt das Gründertrio gut an. "Ihr habt eine Wahnsinns-Kompetenz. Inhaltlich 10 von 10", lobt Ralf Dümmel. Dennoch ist den meisten Investoren die hohe Summe für vergleichsweise wenige Firmenanteile zu riskant. Einer nach dem anderen steigt aus - nur Carsten Maschmeyer bleibt im Rennen.

Der Unternehmer zeigt sich von Anfang an begeistert: "Ich habe sehr Lust auf das Thema." Allerdings stört ihn, dass bereits weitere Investoren an dem Unternehmen beteiligt sind. "Mit denen lässt sich reden, es sind Freunde und Familie", versichern die Gründer. Schließlich bietet Maschmeyer die gewünschten 300.000 Euro, verlangt dafür aber 20 statt zehn Prozent der Firmenanteile. Das Trio nimmt das Angebot überglücklich an.

(ero/obr/spot)